{"id":1455,"date":"2025-06-08T14:40:38","date_gmt":"2025-06-08T12:40:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/?p=1455"},"modified":"2026-01-26T10:25:05","modified_gmt":"2026-01-26T09:25:05","slug":"anmerkungen-kun-bela-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/anmerkungen-kun-bela-de\/","title":{"rendered":"Anmerkungen : B\u00e9la Kun"},"content":{"rendered":"\n<div class=WordSection1>\n<p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p>\n<div align=center>\n<table class=MsoTableGrid border=1 cellspacing=0 cellpadding=0 style='border-collapse:collapse;border:none'>\n<tr>\n<td width=756 valign=top style='width:16.0cm;border:solid windowtext 1.0pt; padding:5.65pt 14.2pt 5.65pt 14.2pt'>\n<p class=Intertitre2 style='margin:0cm;margin-bottom:.0001pt'><span lang=DE>\u00d6sterreich 1918 &#8211; 1945<br \/> Historische Anmerkungen&nbsp;:<br \/> B\u00e9la Kun<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><\/div>\n<p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>B\u00e9la Kun wurde 1886 in Transsylvanien geboren. Ab 1902 in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung t\u00e4tig, war er 1913 Delegierter der Klausenburger Parteiorganisation am 20. Kongre\u00df der &quot;Ungarl\u00e4ndischen Sozialdemokratischen Partei&quot; (Magyarorsz\u00e1gi Szoci\u00e1ldemokrata P\u00e1rt, MSZDP) und ging knapp vor dem Ersten Weltkrieg nach Budapest, wo er einen Posten in der Redaktion der &quot;N\u00e9pszava&quot; (Volksstimme), dem Organ der Partei, bekleidete. W\u00e4hrend des Krieges befand er sich als Reserveoffizier an der Ostfront und geriet 1916 in russische Gefangenschaft. Hier trat er in die SDAPR(b) ein und organisierte eine revolution\u00e4re Gruppe im Kriegsgefangenenlager in Tomsk. Er war ab M\u00e4rz 1918 Leiter der ungarischen Gruppe der KPR(b), und gab die revolution\u00e4re Zeitschrift &quot;Szoci\u00e1lis Forradalom&quot; (Soziale Revolution) heraus. Er wurde im Mai auch Vorsitzender der &quot;Internationalen F\u00f6deration der sozialistischen Kriegsgefangenen&quot;. Als Mitorganisator der internationalen Einheiten der &quot;Roten Armee&quot; k\u00e4mpfte er an der Perm-Front gegen die &quot;Wei\u00dfen&quot;<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Am 24. November 1918 hielten die nach Ungarn zur\u00fcckgekehrten Mitglieder der Ungarischen F\u00f6deration der KPR(b), darunter Kun, zusammen mit ehemaligen Mitgliedern der MSzdP sowie mit den anarcho-syndikalistischen Revolution\u00e4ren Sozialisten, die sich im Herbst 1917 konstituiert hatten, den Gr\u00fcndungskongress der &quot;Ungarl\u00e4ndische Partei der Kommunisten&quot; (Kommunist\u00e1k Magyarorsz\u00e1gi P\u00e1rtja, KMP) ab. Wenig sp\u00e4ter begann die KMP die Herausgabe der &quot;V\u00f6r\u00f6s \u00dajs\u00e1g&quot; (Rote Zeitung). Wegen revolution\u00e4rer Bet\u00e4tigung wurde Kun am 21. Februar 1919 verhaftet.<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Am 21. M\u00e4rz 1919 vereinbarte eine Kommission der MSzDP mit Vertretern der MKP im Zentralgef\u00e4ngnis die Vereinigung der 600.000 Sozialdemokraten und der 200.000 Kommunisten zur &quot;Magyarorsz\u00e1gi Szocialista P\u00e1rt&quot; (&quot;Ungarl\u00e4ndische Sozialistische Partei&quot;, MSzP) sowie die Bildung einer R\u00e4teregierung. Die inhaftierten Kommunisten wurden freigelassen. Auf der ersten Tagung des gemeinsamen Parteivorstandes noch am selben Tag wird ein &quot;Revolution\u00e4rer Regierender Rat&quot; (Forradalmi Korm\u00e1nyz\u00f3tan\u00e1cs) gebildet. Kun \u00fcbernahm das Volkskommissariat f\u00fcr Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten und Kriegswesen. Infolge des Zusammenbruchs der R\u00e4terepublik floh er am 1. August 1919 mit f\u00fchrenden Personen des Regimes nach \u00d6sterreich, wo er zun\u00e4chst auf Burg Karlstein (Nieder\u00f6sterreich) und sp\u00e4ter in Wien interniert wurde. Schlie\u00dflich konnte er im Juli 1920 nach Sowjetru\u00dfland reisen. <\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Von der Sowjetunion aus versuchte er am Aufbau einer neuen illegalen kommunistischen Organisation in Ungarn mitzuwirken; er nahm auch am 1. Parteitag der neugebildeten KP Ungarns im August 1925 in Wien sowie im Februar 1930 am 2. Parteitag in Aprelevka (Sowjetunion) teil. Bei seinen wiederholten Aufenthalten in Wien wurde er 1928 verhaftet, jedoch trotz eines Auslieferungsbegehrens der ungarischen Regierung wieder in die Sowjetunion abgeschoben. Von hier aus wirkte er weiter bis 1936 als Mitglied des Zentralkomitees der illegalen ungarischen KP.<\/span><\/p>\n<p class=Intertitre2><span lang=DE>*<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Im Februar 1921 wird Kun Mitglied des Pr\u00e4sidiums des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale; am 13. Juli, im Zuge des 3. Kongresses der KI, wird er zu diesem Posten wiedergew\u00e4hlt, und w\u00e4hrend des Jahres nimmt er an den Sitzungen des EK teil. Am 2., erweiterten, Plenum des EK im Juni 1922 ist er nicht anwesend. Am 2. Kongress der KI im November desselben Jahres legt er einen Bericht \u00fcber den 5. Jahrestag der Russischen Revolution und die Perspektiven der Weltrevolution vor. Er ist nicht mehr Mitglied des EK. Am 3., erweiterten, Plenum des EK im Juni 1923 ist er nicht anwesend. 1924 ist er Verantwortlicher der Agitprop-Sektion der KI. Im Zuge des 5. Kongresses der KI im Juli desselben Jahres z\u00e4hlt er zu den ernannten Kandidaten des EK. Am 5., erweiterten, Plenum des EK im M\u00e4rz 1925 wird er Mitglied des Organisationsb\u00fcros. Am 7., erweiterten, Plenum im Dezember 1926 z\u00e4hlt er zu den ernannten Kandidaten des Pr\u00e4sidiums des EK. Am von Juli bis September 1928 abgehaltenen 6. Kongress der KI wird er in seinen Funktionen im EK best\u00e4tigt. Am 10. Plenum des EK im Juli 1929 tr\u00e4gt er zu den Debatten bei; er wird beauftragt, das Sekretariat f\u00fcr den Balkan zu leiten. Am 11., erweiterten, Plenum im M\u00e4rz-April 1931 wird er Mitglied des Pr\u00e4sidiums des EK. Er tr\u00e4gt zu den Debatten auf den Plenums des EK von August-September 1932 und Dezember 1933 teil. 1934 ist er Mitglied der mit der Vorbereitung des 7. Kongresses der KI beauftragten Kommission. Im Zuge dieses Juli-August 1935 abgehaltenen Kongresses wird er zum Mitglied des EK gew\u00e4hlt.<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>1937 wird er wegen &quot;trotzkistischer Verschw\u00f6rung&quot; verhaftet, aller seiner \u00c4mter entkleidet und in verschiedene Gefangenenlager gebracht, wo er angeblich am 30. November 1939 umkam.<\/span><\/p>\n<\/p><\/div>\n<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-1455\" data-postid=\"1455\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-1455 themify_builder tf_clear\">\n    <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u00d6sterreich 1918 &#8211; 1945 Historische Anmerkungen&nbsp;: B\u00e9la Kun &nbsp; B\u00e9la Kun wurde 1886 in Transsylvanien geboren. Ab 1902 in der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung t\u00e4tig, war er 1913 Delegierter der Klausenburger Parteiorganisation am 20. 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