{"id":1543,"date":"2025-07-15T18:07:57","date_gmt":"2025-07-15T16:07:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/?p=1543"},"modified":"2026-01-26T00:05:50","modified_gmt":"2026-01-25T23:05:50","slug":"oesterreich-dokumente-schoenau-alexander-aufstand-oesterreichisches-proletariat-fr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/oesterreich-dokumente-schoenau-alexander-aufstand-oesterreichisches-proletariat-fr\/","title":{"rendered":"Documents : Alexander Sch\u00f6nau \u2013 Der Aufstand des \u00f6sterreichischen Proletariats"},"content":{"rendered":"\n<div class=WordSection1>\n<p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p>\n<div align=center>\n<table class=MsoTableGrid border=1 cellspacing=0 cellpadding=0 style='border-collapse:collapse;border:none'>\n<tr>\n<td width=756 valign=top style='width:16.0cm;border:solid windowtext 1.0pt; padding:5.65pt 14.2pt 5.65pt 14.2pt'>\n<p class=MsoNormal align=center style='text-align:center;line-height:16.0pt; page-break-after:avoid'><b><span style='letter-spacing:1.0pt'>Autriche 1918 &#8211; 1945<br \/> Documents&nbsp;:<\/span><\/b><br \/> <b><span lang=DE style='letter-spacing:1.0pt'>Alexander Sch\u00f6nau &#8211; Der Aufstand des \u00f6sterreichischen Proletariats<\/span><\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table><\/div>\n<p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p>\n<p class=Texte style='text-indent:0cm'><span lang=DE>Oskar Grossman, pseudonyme Alexander Sch\u00f6nau.<\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Grossman<\/span>, qui a grandi \u00e0 Vienne et a d\u2019abord travaill\u00e9 comme employ\u00e9 de la poste, a fait partie de la direction du Parti \u00e0 Vienne au sein de l\u2019Union de la jeunesse communiste autrichienne (KJV\u00d6). En 1930, il fut \u00e9lu au comit\u00e9 central du <span lang=DE>KP\u00d6<\/span> et, en tant que repr\u00e9sentant du Parti, il fut membre du Comit\u00e9 ex\u00e9cutif de l\u2019Internationale communiste entre juin 1932 et novembre 1935. Il fut \u00e9galement d\u00e9l\u00e9gu\u00e9 au 7e Congr\u00e8s mondial de l\u2019IC.<\/p>\n<p class=Texte>Sous la direction de <span lang=DE>Richard Sch\u00fcller<\/span>, r\u00e9dacteur en chef du <i><span lang=DE>Rote Fahne<\/span><\/i> \u00e0 partir de 1928, <span lang=DE>Grossman<\/span> devint en 1930 r\u00e9dacteur de l\u2019organe central du KP\u00d6 et publia sous le nom d\u2019&quot;Oskar&quot;, entre autres \u00e0 partir de la mi-1931, des reportages sociaux dans la s\u00e9rie <span lang=DE>Streifz\u00fcge durch das &quot;rote&quot; Wien<\/span>. Apr\u00e8s l\u2019interdiction du <i><span lang=DE>Rote Fahne<\/span><\/i> en 1933, il publia dans les revues <i><span lang=DE>Basler Rundschau<\/span><\/i> et <i><span lang=DE>Kommunistische Internationale<\/span><\/i>, pour lesquelles il r\u00e9alisa en outre, sous le pseudonyme d\u2019<span lang=DE>Alexander Sch\u00f6nau<\/span>, la brochure <span lang=DE>Februaraufstand<\/span>, un num\u00e9ro unique consacr\u00e9 aux combats de f\u00e9vrier 1934. La m\u00eame ann\u00e9e, il s\u2019enfuit en Tch\u00e9coslovaquie et publie d\u00e8s lors des articles dans la revue du KP\u00d6 <i><span lang=DE>Weg und Ziel<\/span><\/i> qui parait \u00e0 partir de 1935. Apr\u00e8s l\u2019invasion de la Tch\u00e9coslovaquie par l\u2019arm\u00e9e allemande, il s\u2019installe en 1939 \u00e0 Paris avec la direction du parti en exil du KP\u00d6, puis dans le sud de la France suite \u00e0 l\u2019avanc\u00e9e des troupes allemandes.<\/p>\n<p class=Texte>Dans la R\u00e9sistance, il fut le r\u00e9dacteur en chef de la revue communiste en exil Nouvelles d\u2019Autriche, \u00e0 laquelle collabor\u00e8rent entre autres Bruno Frei, <span lang=DE>Fritz Br\u00fcgel<\/span> et <span lang=DE>Erwin Zucker<\/span>, ainsi que de la revue antifasciste <i><span lang=DE>Soldat im Mittelmeer<\/span><\/i>. Sous le pseudonyme de Lucien, il a particip\u00e9 \u00e0 la direction de la r\u00e9sistance autrichienne dans le sud de la France et \u00e9galement \u00e0 la lutte politique contre le national-socialisme. Le 27 mai 1944, il fut gri\u00e8vement bless\u00e9 lors de l\u2019explosion d\u2019une bombe pr\u00e8s de Lyon, perdit la vue et fut arr\u00eat\u00e9 par la Gestapo. Transf\u00e9r\u00e9 \u00e0 Lyon, ses traces se perdent.<\/p>\n<p class=Intertitre2a><span lang=DE>Alexander Sch\u00f6nau&nbsp;: Der Aufstand des \u00f6sterreichischen Proletariats<br \/> <\/span><span lang=DE style='font-weight:normal'>(<\/span><span style='font-weight: normal'>Extraits<\/span><span lang=DE style='font-weight:normal'>)<a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt;letter-spacing: 1.0pt'>[1]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p class=Texte><span lang=DE>Der Dollfu\u00dffaschismus vermochte somit keines der schweren wirtschaftlichen Probleme zu l\u00f6sen. Um so entschiedener war seine Offensive gegen die L\u00f6hne, und um so entschiedener war auch seine allgemeine politische Offensive gegen das Proletariat. [\u2026] Die Heimwehr, auf die sich Dollfu\u00df in erster Linie st\u00fctzte, hatte vom ersten Tage ihrer Gr\u00fcndung an auf ihre Fahnen die Losung der Liquidierung des sogenannten demokratischen Parteisystems geschrieben. [\u2026] Der erste gro\u00dfe Schlag des Faschismus zur Zertr\u00fcmmerung der Arbeiterorganisationen mit dem gro\u00dfen Ziel, den &quot;Marxismus&quot; zu liquidieren, war das Verbot der Kommunistischen Partei. Schlag auf Schlag folgte dann das Verbot aller revolution\u00e4ren Massenorganisationen, das Verbot des sozialdemokratischen Schutzbundes und des Freidenkerbundes. [\u2026] Der Austromarxismus hat durch seine Politik seit der Aufrichtung der faschistischen Diktatur so lange dem Faschismus beim Ausbau der Diktatur seine Dienste erwiesen, bis der Heimwehrfaschismus ihm in diesen Tagen das R\u00fcckgrat brach. Der Austromarxismus hat in den elf Monaten Dollfu\u00dfdiktatur, bei der Aufrichtung der faschistischen Diktatur und sp\u00e4terhin seine Politik der gro\u00dfen Verr\u00e4tereien mit ganz gro\u00dfen &quot;linken&quot; Man\u00f6vern getarnt. Die Tage nach dem 12. Februar haben bewiesen, da\u00df die Man\u00f6ver des Austromarxismus tats\u00e4chlich gewagt waren, da\u00df die Man\u00f6ver der Sozialdemokratie \u00fcber den Kopf wuchsen. Die Sozialdemokratie hat in Dutzenden Kundgebungen der Dollfu\u00dfdiktatur ihre Bereitwilligkeit zur offenen Zusammenarbeit dargelegt. [\u2026] Im Jahre 1926 hatte der Austromarxismus sein Linzer Programm beschlossen. Dort verk\u00fcndete er, da\u00df er, &quot;falls die Bourgeoisie den Boden der Demokratie verl\u00e4\u00dft&quot;, die Arbeiterschaft zu gewaltsamen Gegenaktionen aufrufen werde. Der Faschismus hat nun im M\u00e4rz 1933 den Parlamentarismus als &quot;Revolutionsschutt&quot; liquidiert. Am 15. M\u00e4rz, an dem Tage, an dem das Parlament neuerlich zusammentreten sollte, aber gewaltsam daran verhindert wurde, standen die Arbeiter an den schu\u00dfbereiten Maschinengewehren. Otto Bauer und Julius Deutsch k\u00fcmmerten sich den Teufel um das Linzer Programm. Sie riefen die Arbeiter von den Maschinengewehren wieder zur\u00fcck, und der Faschismus hatte einen entscheidenden Sieg davongetragen. Die G\u00e4rung im Proletariat wuchs, und damit auch die &quot;linken&quot; Man\u00f6ver der SPOe zur T\u00e4uschung und zur Zerm\u00fcrbung der Kampfkraft des Proletariats. Je sch\u00e4rfer die Attacken der Bourgeoisie wurden, um so erb\u00e4rmlicher die SP-B\u00fcndnisangebote an Dollfu\u00df. Otto Bauer erkl\u00e4rte im Namen der Sozialdemokratie die Bereitwilligkeit zur offenen Mitarbeit an einer demokratisch bem\u00e4ntelten faschistischen Diktatur, ihre Bereitwilligkeit, in dieser &quot;au\u00dferordentlichen Situation&quot; der Regierung &quot;au\u00dferordentliche Ma\u00dfnahmen&quot; zu bewilligen, ihre Bereitwilligkeit, zur St\u00fctzung einer faschistischen Regierung einer Ausschaltung des Parlaments f\u00fcr zwei Jahre zuzustimmen. Gegen\u00fcber dem Proletariat jedoch sprach die Sozialdemokratie von der Vorbereitung des Generalstreiks, von Revolution, ja, der B\u00fcrgermeister Seitz sprach im Parlament vom &quot;heiligen Recht des Proletariats auf Waffen&quot;. Gerade um alle gro\u00dfen Widerstandsbewegungen des Proletariats gegen den Faschismus zu verhindern, verstand sie es geschickt, kleinere Widerstandsbewegungen, die sich auf die Stimmungen der Arbeiter als Ventile auswirken sollten, zuzulassen. Zu diesem Zweck gab sie die demagogische Losung aus&nbsp;: &quot;immer initiativ bleiben, immer sich r\u00fchren, immer zeigen, da\u00df die Sozialdemokratische Partei da ist.&quot; Gerade diese kleinen Aktionen sicherten einerseits die F\u00fchrung der Sozialdemokratie, t\u00e4uschten der Arbeiterschaft eine Initiative des Parteiapparates vor und verhinderte entscheidende Aktionen des Proletariats. Als auf diese Weise die Bourgeoisie eine Reihe gr\u00f6\u00dferer Erfolge erzielte, erz\u00e4hlte die Sozialdemokratie der Arbeiterschaft, da\u00df diese Erfolge nichts zu bedeuten h\u00e4tten, das seien nur kleine &quot;Feldwachen&quot;, die von der Bourgeoisie genommen wurden, aber f\u00fcr die gro\u00dfe noch bevorstehende Entscheidungsschlacht nichts bedeuten. Die Vorg\u00e4nge am 1. Mai waren typisch f\u00fcr diese Taktik der Sozialdemokratischen Partei. Zum erstenmal in der Geschichte der \u00f6sterreichischen Arbeiterbewegung seit den neunziger Jahren wurde die Maifeier verboten. Die Bourgeoisie sperrte alle Stra\u00dfen, in denen die Arbeiterschaft Jahr f\u00fcr Jahr demonstriert hatte, mit Maschinengewehren ab. Die Arbeiter gingen aber trotzdem auf die Stra\u00dfe. Nun begann das Zusammenspiel zwischen Faschismus und sozialdemokratischem Parteiapparat. Die sozialdemokratischen Vertrauensm\u00e4nner organisierten im Auftrage der Parteif\u00fchrung einen Spaziergang in den Stra\u00dfen, sie f\u00fchrten die Arbeiter bis hundert Meter an die Maschinengewehre heran und lie\u00dfen sie dann umkehren. Wieviel geh\u00f6rte dazu, da\u00df die Arbeiter die hundert Meter weitergingen bis zu den Maschinengewehren, da\u00df sie bereits damals, am 1. Mai, den bewaffneten Kampf gegen den Faschismus aufnahmen. Doch damals gelang es der Sozialdemokratie noch, das Proletariat vom Kampfe abzuhalten. Solche Situationen gab es mehrere Male. Und gerade auf diese Weise reiften die K\u00e4mpfe des Februar 1934 heran, mit eiserner Konsequenz mu\u00dfte der Moment kommen, wo die Man\u00f6ver der Sozialdemokratie, die zur Abreaktion der kolossalen revolution\u00e4ren Spannungen im Proletariat bestimmt waren, versagen mu\u00dften.<\/span><\/p>\n<p class=Texte>&nbsp;<\/p>\n<\/p><\/div>\n<div><br clear=all> <\/p>\n<hr align=left size=1 width=\"33%\">\n<div id=edn1>\n<p class=MsoEndnoteText><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt'><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt'>[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>.&nbsp;Alexander Sch\u00f6nau, Der Aufstand des \u00f6sterreichischen Proletariats; Hamburg, Prometheus-Verlag, 1934; <\/span>ici p.&nbsp;7&#8209;10.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-1543\" data-postid=\"1543\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-1543 themify_builder tf_clear\">\n    <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Autriche 1918 &#8211; 1945 Documents&nbsp;: Alexander Sch\u00f6nau &#8211; Der Aufstand des \u00f6sterreichischen Proletariats &nbsp; Oskar Grossman, pseudonyme Alexander Sch\u00f6nau. 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