{"id":1574,"date":"2025-09-20T19:42:24","date_gmt":"2025-09-20T17:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/?p=1574"},"modified":"2026-01-25T23:59:01","modified_gmt":"2026-01-25T22:59:01","slug":"oesterreich-dokumente-sdapoe-1927-07-wien-fr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rocml.org\/References-ML\/oesterreich-dokumente-sdapoe-1927-07-wien-fr\/","title":{"rendered":"Documents : Autriche &#8211; Wien, juillet 1927 &#8211; Repr\u00e9sentation social-democrate"},"content":{"rendered":"<div class=WordSection1> <p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p> <div align=center> <table class=MsoTableGrid border=1 cellspacing=0 cellpadding=0 style='border-collapse:collapse;border:none'> <tr> <td width=756 valign=top style='width:16.0cm;border:solid windowtext 1.0pt; padding:5.65pt 14.2pt 5.65pt 14.2pt'> <p class=Intertitre2>Autriche 1918 \u2013 1945<br> Documents&nbsp;:<br> Wien, juillet 1927 \u2013 Repr\u00e9sentation social-democrate<\/p> <\/td> <\/tr> <\/table> <\/div> <p class=MsoNormal align=center style='text-align:center'>&nbsp;<\/p> <p class=Intertitre2a>&quot;Mitteilungs-Blatt&quot;, \u00e9dit\u00e9 par le SDAPD\u00d6, 17 juillet 1927.<br> <span lang=DE>Titre&nbsp;:<br> &quot;Kommunisten und Plattenbr\u00fcder* \u00fcberfallen den Schutzbund&quot;<\/span><a href=\"#_edn1\" name=\"_ednref1\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-weight:normal'><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt;letter-spacing:1.0pt'>[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><\/p> <p class=Texte><span lang=DE>Eine Bande jugendlicher Kommunisten und anderes Gesindel terrorisierten in den Nachmittagsstunden [Samstag 16. Juli] die \u00e4u\u00dferen Gegenden von Hernals. In kleinen Gruppen zogen die verantwortungslosen Burschen durch die Stra\u00dfen und entfesselten, wo sie hinkamen, einen Wirbel. Oftmals von der Polizei zerstreut, rotteten sie sich immer wieder zusammen und versetzten den Bezirk in heftige Erregung. In der Kinderfreundebaracke in der Hernalser Hauptstra\u00dfe war der Hernalser Schutzbund untergebracht. Die Strolche st\u00fcrmten gegen die Einfriedung los, zertr\u00fcmmerten das Gitter, schlugen Fenster und T\u00fcren ein und gingen gegen den Schutzbund los. Um neues Blutvergie\u00dfen zu vermeiden, zogen sich die Ordner in das Bezirkssekretariat in der R\u00f6tzergasse zur\u00fcck. Die wilde Horde versuchte nun die schon gestern ausgebrannte Wachstube Rasensteingasse neuerlich in Brand zu stecken. Von Polizisten im Auto verjagt, zogen sie sich zur\u00fcck, errichteten zwischen dem Viadukt der Vorortelinie und der Rosensteingasse Barrikaden aus Eisenschienen und Gartenb\u00e4nken von denen sie immer wieder hervorbrachen. Dabei kam es fortw\u00e4hrend zu Schie\u00dfereien zwischen der Wache und den Plattenbr\u00fcdern, deren Opfer friedfertige Menschen wurden. Die Wache fuhr in Gesellschaftswagen durch die Stra\u00dfen, hatte an den W\u00e4nden rechts und links die Gewehre in Anschlag und scho\u00df. Dabei wurde ein braver Hernalser Schutzb\u00fcndler Franz M\u00fcller, der, eben vor den exzedierenden Kommunisten fl\u00fcchtend, nach Hause gehen wollte, t\u00f6dlich getroffen. Au\u00dferdem wurde ein Stra\u00dfenbahner und eine Frau, die zum Fenster ihrer Wohnung herausschaute, erschossen. Ein Wachinspektor wurde von den Radaubr\u00fcdern erstochen, ein anderer erschossen. Insgesamt gab es sechs Tote. Viele Verletzte wurden in die Spit\u00e4ler geschafft.<\/span><\/p> <p class=MsoQuote>*&nbsp;&quot;Die Platte&quot; (f\u00e9minin) est une expression dialectale en Autriche pour &quot;bande de criminels, bande&quot;. Le membre d&rsquo;une &quot;Platte&quot; est appel\u00e9 &quot;Plattenbruder&quot; ou &quot;Plattner&quot;.<\/p> <p class=Intertitre2a>Nationalrat, 26 juillet 1927. \u00c0 l\u2019ordre du jour figurent les \u00e9v\u00e8nements des 15, 16 et 17 juillet.<br> Otto Bauer d\u00e9pose une motion visant \u00e0 cr\u00e9er une commission d&rsquo;enqu\u00eate, ainsi qu&rsquo;une motion visant \u00e0 retirer sa confiance au gouvernement.<br> Intervention de Bauer<span style='font-weight:normal'> (extraits)<a href=\"#_edn2\" name=\"_ednref2\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt;letter-spacing:1.0pt'>[2]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span>&nbsp;:<\/p> <p class=Texte><span lang=DE>[\u2026] Aber, meine Herren, begreifen Sie einmal, warum wir diese Forderung stellen. Ich wei\u00df nicht, ob Sie sich das vergegenw\u00e4rtigt haben, was heute in der Seele von hunderttausend Menschen lebt. Denken Sie einmal nach, Sie haben es am 15. Juli doch erlebt, welche entsetzliche Gefahr es ist, wenn sich in der Seele breiter Menschenmassen der Ha\u00df, die Erbitterung \u00fcber erlittenes Unrecht, \u00fcber Verweigerung des Rechtes einnistet. Nun denken Sie einmal nach, in welcher Stimmung diese Menschen, die damals schon so aufgeregt waren, heute erst sind. An diesem Tage sind doch zwischen das Feuer der Polizei Tausende und aber Tausende Menschen gekommen, nicht nur Demonstranten, sondern neugierige Zuschauer, zuf\u00e4llige Passanten, alles m\u00f6gliche. Sie haben ja gar keine Vorstellung, was das hervorgerufen hat. Jeder, der dieses Davonlaufen vor den Gewehren, der diese Flucht vor dem Tod, diese Flucht in der schrecklichsten Angst einmal mitgemacht hat, in dem lebt noch jetzt ein Gef\u00fchl der Erniedrigung, ein Gef\u00fchl der Dem\u00fctigung, ein Gef\u00fchl der Verbitterung, ein Gef\u00fchl des Hasses, und ich f\u00fcrchte, meine Herren, in vielen F\u00e4llen das Schlimmste&nbsp;: n\u00e4mlich ein Gef\u00fchl der Rachsucht. Diese Menschen gehen jetzt stumm dahin, sie gehen fr\u00fch in die Fabrik, wenn sie Arbeit haben, und abends nach Hause und leben ihr k\u00e4rgliches Leben weiter, sie stehen in den Arbeitsvermittlungs\u00e4mtern herum, wenn sie arbeitslos sind, und tragen diese Not weiter, stumm, und fressen diesen Ha\u00df, diese Erbitterung und dieses Gef\u00fchl der Dem\u00fctigung in sich hinein. Und nun denken Sie einmal, meine Herren, was kommen wird. Dann werden, wenn Sie nicht mit einer Amnestie vorgehen, die Prozesse kommen, nicht etwa nur die Prozesse gegen Pl\u00fcnderer, Brandstifter oder Totschl\u00e4ger, nein, die ganzen anderen Prozesse. Da werden jetzt jeden Tag Menschen verhaftet und werden Menschen angeklagt deswegen, weil sie Wachleuten, die auf die fl\u00fcchtende Menge geschossen haben, &quot;Pfui!&quot; zugerufen haben. Da werden jetzt jeden Tag Menschen angeklagt und verurteilt werden deswegen, weil sie einem Wachmann in dem Gedr\u00e4nge, dort, wo es um Menschenleben ging, einen Sto\u00df versetzt haben. Da werden Menschen jetzt wegen dieser Delikte, wie Auflauf u. dgl., verurteilt werden. Jetzt stellen Sie sich die Situation vor, denken Sie doch ein bi\u00dfchen daran, da\u00df es sich um Menschenleben, um Menschenschicksale handelt, und denken Sie, wenn Sie nicht menschlich denken wollen, rein vom Standpunkt der Staatsr\u00e4son&nbsp;: Ist es wirklich n\u00fctzlich, Menschen, die ohnehin in diesem Zustand der Erbitterung und des Hasses sind, nun auch monatelang durch solche Prozesse zu reizen, durch Prozesse zu reizen, wo jeden Tag jeder dieser ungl\u00fccklichen erbitterten Menschen das Gef\u00fchl haben wird&nbsp;: Den Bruder haben sie ihm erschossen und daf\u00fcr sperren sie ihn noch ein; die M\u00f6rder von Schattendorf haben sie freigelassen, aber den, der &quot;Pfui!&quot; gerufen hat, sperren sie ein. Glauben Sie, meine Herren, da\u00df das im Interesse des Staates ist? Glauben Sie, da\u00df das Gefahren mildern hei\u00dft, wenn man so verf\u00e4hrt? [\u2026] Aber da\u00df der Herr Bundeskanzler irgendwie die Verpflichtung f\u00fchlen wird, dieses unerme\u00dfliche menschliche Leid auch irgendwie zu lindern, um eine gewisse Beruhigung zu schaffen, das habe ich gehofft. Nicht aus Mitleid. Ich wei\u00df, Mitleid ist nicht die Tugend eines Staatsmannes. Nicht aus Humanit\u00e4t. Ich wei\u00df&nbsp;: Autorit\u00e4t, nicht Humanit\u00e4t ist Ihre Parole. Nicht aus irgendwelcher religi\u00f6ser \u00dcberzeugung. Ich wei\u00df&nbsp;: Davon darf man sich nicht irremachen lassen, denn die Pflicht ist, fest zu sein. Nein, nur aus blo\u00dfer Staatsr\u00e4son, meine Herren, nur aus der blo\u00dfen Staatsr\u00e4son, da\u00df man nicht zuviel Erbitterung in den Tiefen der Gesellschaft lassen soll. Gewi\u00df, die Gemeinde Wien hat schon und wird auch weiter ihre Pflicht erf\u00fcllen. Aber begreifen Sie&nbsp;: Es handelt sich hier nicht um die Frage des Geldes, es handelt sich um eine moralische Frage, um die Frage, Beruhigung zu schaffen durch eine Geb\u00e4rde wenigstens des F\u00fchlens f\u00fcr dieses menschliche Leid. [\u2026] Der Herr Bundeskanzler hat uns eingeladen, wir sollen den Trennungsstrich ziehen zwischen uns und den Pl\u00fcnderern, Brandstiftern usw. Das haben wir nicht notwendig. Es hat eine Zeit gegeben in der \u00f6sterreichischen Arbeiterbewegung, wo eine Gruppe, eine zeitweilig einflu\u00dfreiche Gruppe, vorhanden war, die mit solchen Mitteln, mit Pl\u00fcnderung und Brandstiftung und Raub und Mord glaubte, die Befreiung der Arbeiterklasse erk\u00e4mpfen zu k\u00f6nnen. Diese Gruppe, die Gruppe der Anarchisten, der Radikalen, wurde niedergerungen, nicht durch die Polizei, sondern durch die Sozialdemokratie unter Viktor Adlers F\u00fchrung. Wenn heute Ungl\u00fcckliche in die Irrt\u00fcmer dieser Gruppe von einst verfallen, in Stunden gro\u00dfer Erregung, so werden wir nicht den Trennungsstrich ziehen zwischen ihnen und uns, sondern diese Ungl\u00fccklichen zu belehren und zu erziehen suchen zu sozialdemokratischem Denken. Da\u00df wir aber, wie der Herr Kanzler sich vorstellt, etwa in der Stunde, wo seine Polizei in diese Menschen hineingeschossen hat, in der Stunde, wo diese Menschen verwundet in den Spit\u00e4lern liegen und ihre Witwen an Gr\u00e4bern klagen, in der Stunde, wo man Massenverhaftungen unter diesen Menschen vornimmt, da\u00df in dieser Stunde, wo diese Menschen sich bedr\u00fcckt und erniedrigt f\u00fchlen und sich ha\u00dferf\u00fcllt auflehnen gegen die Ordnung, die ihnen auferlegt ist, da\u00df wir in dieser Stunde den Trennungsstrich ziehen zwischen diesen Menschen und uns, nein, Herr Kanzler, das werden wir nicht tun, wir ziehen keinen Trennungsstrich zwischen leidenden Menschen und uns, und je schwerer sie leiden, in je schwereres Leid Unrecht sie gebracht hat, desto mehr ist unser Gedanke, nicht uns zu trennen von diesen Menschen, sondern im Gegenteil, f\u00fcr sie zu arbeiten und sie in eine wirtschaftliche Lage zu heben, da\u00df sie leichter so weise werden k\u00f6nnen, wie der Satte ist, und ihnen Belehrung und Erziehung zu bringen und ihnen, selbst wenn sie irren und selbst wenn sie fehlen gegen die Gesellschaft, deren Opfer diese Menschen sind, nichts zu sein als die treuen und unerm\u00fcdlichen Anw\u00e4lte dieser arbeitenden und leidenden Menschen. [\u2026] T\u00e4uschen Sie sich nicht \u00fcber die Tiefe des Grolles da unten und glauben Sie nicht, meine Herren, da\u00df der Staat, da\u00df die Republik Gefahren, die ihr drohen k\u00f6nnen, entrinnt, wenn Sie diesen Groll nicht beachten, nicht sehen wollen, wenn Sie diesen Menschen gegen\u00fcber nichts haben als den Wunsch der festen Geb\u00e4rde, wie der Herr Bundeskanzler gesagt hat. [\u2026] Wie ich heute diese Versammlung, die Mehrheit dieses hohen Hauses, hier gesehen habe, wie ich insbesondere den Herrn Bundeskanzler reden geh\u00f6rt habe, da habe ich immer das Gef\u00fchl gehabt, ja, die sind blind, die wissen nicht, was in den Tiefen der Volksseele heute lebt, die lachen [sic! &quot;Lacken&quot;?] unerh\u00f6rten Grolls und unerh\u00f6rten Hasses, der sich da ansammelt, die ahnen gar nicht, wie gef\u00e4hrlich das ist, die ahnen nicht, die verstehen nicht, da\u00df heute nicht Humanit\u00e4t, nicht Sentimentalit\u00e4t, sondern die primitivste Staatskunst nichts anderes suchen m\u00fc\u00dfte, als die wildesten von den Leidenschaften, die leicht das Werkzeug von D\u00e4monen werden k\u00f6nnen, wenigstens zu beruhigen, zu z\u00e4hmen. Dazu weisen wir Ihnen den Weg. Suchen Sie nicht die falsche Geb\u00e4rde der Festigkeit, geben Sie diesen Menschen, die so tief verwundet sind, geben Sie ihnen das St\u00fcck Genugtuung, das in einer strengen Untersuchung, das in der Amnestie, das in der Sorge f\u00fcr die Hinterbliebenen der Opfer und in der Sorge f\u00fcr die Kr\u00fcppel liegt; geben Sie ihnen das &#8211; es ist wenig genug, nach dem was geschehen ist. Wenn Sie auch das nicht geben, wenn Sie den Groll da anwachsen lassen, ohne den geringsten Versuch zu machen, ihn durch eine Geb\u00e4rde zu beruhigen, dann kann ich nur sagen, da\u00df Sie wirklich handeln, ohne zu wissen, was die Wirkungen Ihrer Handlungen sind. Meine Herren! Stellen Sie sich doch einmal vor, wie sich das den Menschen darstellt. So sieben Jahre &#8211; wenn auch unter wechselnder Firma &#8211; regiert jetzt der Herr Bundeskanzler, und das Ergebnis dieser sieben Jahre, das sind diese 100 Toten. [\u2026]<\/span><\/p> <p class=Intertitre2a><span lang=DE>5.&nbsp;Reichskonferenz des Republikanischen Schutzbundes,<br> 15.-16. Oktober 1927 im Favoritner Arbeiterheim.<br> Interner Bericht<\/span><span lang=DE style='font-weight:normal'> (Ausz\u00fcge)<a href=\"#_edn3\" name=\"_ednref3\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt;letter-spacing: 1.0pt'>[3]<\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><span lang=DE>&nbsp;:<\/span><\/p> <p class=Texte><span lang=DE>Vertrauliche Sitzung. Referent Heinz. [&#8230;] Am 14. Juli [1927] hielt die Z.L. [Zentralleitung] 11 Uhr abends eine Sitzung ab und ersuchte die Partei um Genehmigung zu einer Bereitschaftsanordnung, wurde verweigert. Um 9 Uhr vormittag den 15. erhielt die Z.L. vom Parteivorstand Alarmierungsbefehl, erkl\u00e4rte sich sofort in Permanenz, verlegte den Sitz ins Parlament. Die alarmierten Bezirksgruppen erhielten Weisung, sofort zum Rathaus marschieren und Stand bei Gen. Heinz zu melden. Die abmarschierenden Abteilungen auf Waffen untersuchen. [&#8230;] Auf diese Weise standen bis 1 Uhr 2.400 Mann im Dienst. [&#8230;] Auch soll festgestellt werden, da\u00df viele Schutzb\u00fcndler dem Alarmierungsbefehl nicht Folge leisteten, sondern weiter unter den Demonstranten blieben und gegen die im Dienst Stehenden Stellung nehmen. [&#8230;] Nachdem mit der Polizeidirektion Vereinbarung getroffen worden war, da\u00df Wache zur\u00fcckgezogen wird und Schutzbund die Ordnung wieder herstellen wird, erteilte die Z.L. an die in und um das Rathaus verteilten Formationen den Befehl zur S\u00e4uberung. W\u00e4hrend es der unter dem Kommando des Gen. Hendl [Heinrich Heindl, Bezirkskommandant des Alsergrunder Schutzbundes] stehenden Gruppe gelang, die Lichtenfelsgasse zu s\u00e4ubern und der Feuerwehr den Weg freizumachen, konnte die Hauptgruppe unter F\u00fchrung des Gen. Pokorny das Gel\u00e4nde vor dem Justizpalast nicht r\u00e4umen und die Brandlegung nicht verhindern. Es gelang jedoch einer Alsergrunder Kompagnie, ich halte es f\u00fcr meine Pflicht ihrer hier lobend zu gedenken, unter F\u00fchrung des Gen. Kersch in den Justizpalast einzudringen und nach den Anweisungen des Gen. K\u00f6mer das Geb\u00e4ude zu r\u00e4umen und Pl\u00fcnderungen zu verh\u00fcten. Da die Situation sich immer mehr versch\u00e4rfte, entschlo\u00df sich die Z.L. zu einem Generalangriff gegen die Demonstranten vor dem Justizpalast und zog die inzwischen frei gewordene Gruppe des Gen. Hendl und die inzwischen eingetroffene Abteil, der Hauptwerkst\u00e4tte der Stra\u00dfenbahn heran und unter pers\u00f6nlicher F\u00fchrung Deutsch wurde der Angriff unternommen, der auch zum Ziel gef\u00fchrt h\u00e4tte, wenn nicht in diesem Augenblick der Gewehrangriff der Polizei erfolgt w\u00e4re. <\/span><\/p> <p class=Intertitre2a><span lang=DE>Julius Deutsch, r\u00e9trospectivement<\/span><a href=\"#_edn4\" name=\"_ednref4\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-weight:normal'><span class=MsoEndnoteReference><span lang=DE style='font-size:12.0pt;letter-spacing:1.0pt'>[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>&nbsp;:<\/span><\/p> <p class=Texte><span lang=DE>Die Ereignisse des 15. Juli 1927 [\u2026] An diesem ungl\u00fcckseligen Tag hatte es sich gezeigt, da\u00df Polizei und Gendarmerie wie in der dunkelsten Zeit der Habsburger gegen das Volk eingesetzt werden konnten. Ein unbedeutender Stra\u00dfenkrawall war zum Anla\u00df genommen worden, um &quot;einzuschreiten&quot;.<\/span><\/p> <p class=MsoQuote><span lang=DE>&nbsp;<\/span><\/p> <\/div> <div><br clear=all> <hr align=left size=1 width=\"33%\"> <div id=edn1> <p class=MsoEndnoteText><a href=\"#_ednref1\" name=\"_edn1\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'>[1]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>.&nbsp;Daniel Karl Rosenbaum, Walter Schneider, Elisabeth Thury&nbsp;: Die Schreckenstage von Wien &#8211; Geschichte und Darstellung der Wiener Julirevolte 1927; Wiener Allgemeine Zeitungs- und Verlags-Aktiengesellschaft, 1927; S.&nbsp;36.<\/span><\/p> <\/div> <div id=edn2> <p class=MsoEndnoteText><a href=\"#_ednref2\" name=\"_edn2\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'>[2]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>.&nbsp;Stenographische Protokolle \u00fcber die Sitzungen des Nationalrates, III. Gesetzgebungsperiode; S.&nbsp;147&#8209;149.<\/span><\/p> <p class=MsoEndnoteText><span lang=DE>http:\/\/alex.onb.ac.at\/cgi-content\/alex?aid=spe&amp;datum=0005&amp;page=523<\/span><\/p> <\/div> <div id=edn3> <p class=MsoEndnoteText><a href=\"#_ednref3\" name=\"_edn3\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'>[3]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>.&nbsp;Wolfgang Maderthaner (Hrsg.)&nbsp;: Archiv &#8211; Jahrbuch des Vereins f\u00fcr Geschichte der Arbeiterbewegung, Jg.&nbsp;3, 1987, S.&nbsp;170.<\/span><\/p> <\/div> <div id=edn4> <p class=MsoEndnoteText><a href=\"#_ednref4\" name=\"_edn4\" title=\"\"><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'><span class=MsoEndnoteReference><span style='font-size:12.0pt'>[4]<\/span><\/span><\/span><\/span><\/a><span lang=DE>.&nbsp;Julius Deutsch&nbsp;: Alexander Eifler, ein Soldat der Freiheit; Wien, Wiener Volksbuchhandlung, 1947; S.&nbsp;15.<\/span><\/p> <\/div> <\/div>\n <!--themify_builder_content-->\n<div id=\"themify_builder_content-1574\" data-postid=\"1574\" class=\"themify_builder_content themify_builder_content-1574 themify_builder tf_clear\">\n    <\/div>\n<!--\/themify_builder_content-->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Autriche 1918 \u2013 1945 Documents&nbsp;: Wien, juillet 1927 \u2013 Repr\u00e9sentation social-democrate &nbsp; &quot;Mitteilungs-Blatt&quot;, \u00e9dit\u00e9 par le SDAPD\u00d6, 17 juillet 1927. 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