| Autriche 1918 – 1945 |
"Mitteilungs-Blatt", édité par le SDAPDÖ, 17 juillet 1927.
Titre :
"Kommunisten und Plattenbrüder* überfallen den Schutzbund"[1]
Eine Bande jugendlicher Kommunisten und anderes Gesindel terrorisierten in den Nachmittagsstunden [Samstag 16. Juli] die äußeren Gegenden von Hernals. In kleinen Gruppen zogen die verantwortungslosen Burschen durch die Straßen und entfesselten, wo sie hinkamen, einen Wirbel. Oftmals von der Polizei zerstreut, rotteten sie sich immer wieder zusammen und versetzten den Bezirk in heftige Erregung. In der Kinderfreundebaracke in der Hernalser Hauptstraße war der Hernalser Schutzbund untergebracht. Die Strolche stürmten gegen die Einfriedung los, zertrümmerten das Gitter, schlugen Fenster und Türen ein und gingen gegen den Schutzbund los. Um neues Blutvergießen zu vermeiden, zogen sich die Ordner in das Bezirkssekretariat in der Rötzergasse zurück. Die wilde Horde versuchte nun die schon gestern ausgebrannte Wachstube Rasensteingasse neuerlich in Brand zu stecken. Von Polizisten im Auto verjagt, zogen sie sich zurück, errichteten zwischen dem Viadukt der Vorortelinie und der Rosensteingasse Barrikaden aus Eisenschienen und Gartenbänken von denen sie immer wieder hervorbrachen. Dabei kam es fortwährend zu Schießereien zwischen der Wache und den Plattenbrüdern, deren Opfer friedfertige Menschen wurden. Die Wache fuhr in Gesellschaftswagen durch die Straßen, hatte an den Wänden rechts und links die Gewehre in Anschlag und schoß. Dabei wurde ein braver Hernalser Schutzbündler Franz Müller, der, eben vor den exzedierenden Kommunisten flüchtend, nach Hause gehen wollte, tödlich getroffen. Außerdem wurde ein Straßenbahner und eine Frau, die zum Fenster ihrer Wohnung herausschaute, erschossen. Ein Wachinspektor wurde von den Radaubrüdern erstochen, ein anderer erschossen. Insgesamt gab es sechs Tote. Viele Verletzte wurden in die Spitäler geschafft.
* "Die Platte" (féminin) est une expression dialectale en Autriche pour "bande de criminels, bande". Le membre d’une "Platte" est appelé "Plattenbruder" ou "Plattner".
Nationalrat, 26 juillet 1927. À l’ordre du jour figurent les évènements des 15, 16 et 17 juillet.
Otto Bauer dépose une motion visant à créer une commission d’enquête, ainsi qu’une motion visant à retirer sa confiance au gouvernement.
Intervention de Bauer (extraits)[2] :
[…] Aber, meine Herren, begreifen Sie einmal, warum wir diese Forderung stellen. Ich weiß nicht, ob Sie sich das vergegenwärtigt haben, was heute in der Seele von hunderttausend Menschen lebt. Denken Sie einmal nach, Sie haben es am 15. Juli doch erlebt, welche entsetzliche Gefahr es ist, wenn sich in der Seele breiter Menschenmassen der Haß, die Erbitterung über erlittenes Unrecht, über Verweigerung des Rechtes einnistet. Nun denken Sie einmal nach, in welcher Stimmung diese Menschen, die damals schon so aufgeregt waren, heute erst sind. An diesem Tage sind doch zwischen das Feuer der Polizei Tausende und aber Tausende Menschen gekommen, nicht nur Demonstranten, sondern neugierige Zuschauer, zufällige Passanten, alles mögliche. Sie haben ja gar keine Vorstellung, was das hervorgerufen hat. Jeder, der dieses Davonlaufen vor den Gewehren, der diese Flucht vor dem Tod, diese Flucht in der schrecklichsten Angst einmal mitgemacht hat, in dem lebt noch jetzt ein Gefühl der Erniedrigung, ein Gefühl der Demütigung, ein Gefühl der Verbitterung, ein Gefühl des Hasses, und ich fürchte, meine Herren, in vielen Fällen das Schlimmste : nämlich ein Gefühl der Rachsucht. Diese Menschen gehen jetzt stumm dahin, sie gehen früh in die Fabrik, wenn sie Arbeit haben, und abends nach Hause und leben ihr kärgliches Leben weiter, sie stehen in den Arbeitsvermittlungsämtern herum, wenn sie arbeitslos sind, und tragen diese Not weiter, stumm, und fressen diesen Haß, diese Erbitterung und dieses Gefühl der Demütigung in sich hinein. Und nun denken Sie einmal, meine Herren, was kommen wird. Dann werden, wenn Sie nicht mit einer Amnestie vorgehen, die Prozesse kommen, nicht etwa nur die Prozesse gegen Plünderer, Brandstifter oder Totschläger, nein, die ganzen anderen Prozesse. Da werden jetzt jeden Tag Menschen verhaftet und werden Menschen angeklagt deswegen, weil sie Wachleuten, die auf die flüchtende Menge geschossen haben, "Pfui!" zugerufen haben. Da werden jetzt jeden Tag Menschen angeklagt und verurteilt werden deswegen, weil sie einem Wachmann in dem Gedränge, dort, wo es um Menschenleben ging, einen Stoß versetzt haben. Da werden Menschen jetzt wegen dieser Delikte, wie Auflauf u. dgl., verurteilt werden. Jetzt stellen Sie sich die Situation vor, denken Sie doch ein bißchen daran, daß es sich um Menschenleben, um Menschenschicksale handelt, und denken Sie, wenn Sie nicht menschlich denken wollen, rein vom Standpunkt der Staatsräson : Ist es wirklich nützlich, Menschen, die ohnehin in diesem Zustand der Erbitterung und des Hasses sind, nun auch monatelang durch solche Prozesse zu reizen, durch Prozesse zu reizen, wo jeden Tag jeder dieser unglücklichen erbitterten Menschen das Gefühl haben wird : Den Bruder haben sie ihm erschossen und dafür sperren sie ihn noch ein; die Mörder von Schattendorf haben sie freigelassen, aber den, der "Pfui!" gerufen hat, sperren sie ein. Glauben Sie, meine Herren, daß das im Interesse des Staates ist? Glauben Sie, daß das Gefahren mildern heißt, wenn man so verfährt? […] Aber daß der Herr Bundeskanzler irgendwie die Verpflichtung fühlen wird, dieses unermeßliche menschliche Leid auch irgendwie zu lindern, um eine gewisse Beruhigung zu schaffen, das habe ich gehofft. Nicht aus Mitleid. Ich weiß, Mitleid ist nicht die Tugend eines Staatsmannes. Nicht aus Humanität. Ich weiß : Autorität, nicht Humanität ist Ihre Parole. Nicht aus irgendwelcher religiöser Überzeugung. Ich weiß : Davon darf man sich nicht irremachen lassen, denn die Pflicht ist, fest zu sein. Nein, nur aus bloßer Staatsräson, meine Herren, nur aus der bloßen Staatsräson, daß man nicht zuviel Erbitterung in den Tiefen der Gesellschaft lassen soll. Gewiß, die Gemeinde Wien hat schon und wird auch weiter ihre Pflicht erfüllen. Aber begreifen Sie : Es handelt sich hier nicht um die Frage des Geldes, es handelt sich um eine moralische Frage, um die Frage, Beruhigung zu schaffen durch eine Gebärde wenigstens des Fühlens für dieses menschliche Leid. […] Der Herr Bundeskanzler hat uns eingeladen, wir sollen den Trennungsstrich ziehen zwischen uns und den Plünderern, Brandstiftern usw. Das haben wir nicht notwendig. Es hat eine Zeit gegeben in der österreichischen Arbeiterbewegung, wo eine Gruppe, eine zeitweilig einflußreiche Gruppe, vorhanden war, die mit solchen Mitteln, mit Plünderung und Brandstiftung und Raub und Mord glaubte, die Befreiung der Arbeiterklasse erkämpfen zu können. Diese Gruppe, die Gruppe der Anarchisten, der Radikalen, wurde niedergerungen, nicht durch die Polizei, sondern durch die Sozialdemokratie unter Viktor Adlers Führung. Wenn heute Unglückliche in die Irrtümer dieser Gruppe von einst verfallen, in Stunden großer Erregung, so werden wir nicht den Trennungsstrich ziehen zwischen ihnen und uns, sondern diese Unglücklichen zu belehren und zu erziehen suchen zu sozialdemokratischem Denken. Daß wir aber, wie der Herr Kanzler sich vorstellt, etwa in der Stunde, wo seine Polizei in diese Menschen hineingeschossen hat, in der Stunde, wo diese Menschen verwundet in den Spitälern liegen und ihre Witwen an Gräbern klagen, in der Stunde, wo man Massenverhaftungen unter diesen Menschen vornimmt, daß in dieser Stunde, wo diese Menschen sich bedrückt und erniedrigt fühlen und sich haßerfüllt auflehnen gegen die Ordnung, die ihnen auferlegt ist, daß wir in dieser Stunde den Trennungsstrich ziehen zwischen diesen Menschen und uns, nein, Herr Kanzler, das werden wir nicht tun, wir ziehen keinen Trennungsstrich zwischen leidenden Menschen und uns, und je schwerer sie leiden, in je schwereres Leid Unrecht sie gebracht hat, desto mehr ist unser Gedanke, nicht uns zu trennen von diesen Menschen, sondern im Gegenteil, für sie zu arbeiten und sie in eine wirtschaftliche Lage zu heben, daß sie leichter so weise werden können, wie der Satte ist, und ihnen Belehrung und Erziehung zu bringen und ihnen, selbst wenn sie irren und selbst wenn sie fehlen gegen die Gesellschaft, deren Opfer diese Menschen sind, nichts zu sein als die treuen und unermüdlichen Anwälte dieser arbeitenden und leidenden Menschen. […] Täuschen Sie sich nicht über die Tiefe des Grolles da unten und glauben Sie nicht, meine Herren, daß der Staat, daß die Republik Gefahren, die ihr drohen können, entrinnt, wenn Sie diesen Groll nicht beachten, nicht sehen wollen, wenn Sie diesen Menschen gegenüber nichts haben als den Wunsch der festen Gebärde, wie der Herr Bundeskanzler gesagt hat. […] Wie ich heute diese Versammlung, die Mehrheit dieses hohen Hauses, hier gesehen habe, wie ich insbesondere den Herrn Bundeskanzler reden gehört habe, da habe ich immer das Gefühl gehabt, ja, die sind blind, die wissen nicht, was in den Tiefen der Volksseele heute lebt, die lachen [sic! "Lacken"?] unerhörten Grolls und unerhörten Hasses, der sich da ansammelt, die ahnen gar nicht, wie gefährlich das ist, die ahnen nicht, die verstehen nicht, daß heute nicht Humanität, nicht Sentimentalität, sondern die primitivste Staatskunst nichts anderes suchen müßte, als die wildesten von den Leidenschaften, die leicht das Werkzeug von Dämonen werden können, wenigstens zu beruhigen, zu zähmen. Dazu weisen wir Ihnen den Weg. Suchen Sie nicht die falsche Gebärde der Festigkeit, geben Sie diesen Menschen, die so tief verwundet sind, geben Sie ihnen das Stück Genugtuung, das in einer strengen Untersuchung, das in der Amnestie, das in der Sorge für die Hinterbliebenen der Opfer und in der Sorge für die Krüppel liegt; geben Sie ihnen das – es ist wenig genug, nach dem was geschehen ist. Wenn Sie auch das nicht geben, wenn Sie den Groll da anwachsen lassen, ohne den geringsten Versuch zu machen, ihn durch eine Gebärde zu beruhigen, dann kann ich nur sagen, daß Sie wirklich handeln, ohne zu wissen, was die Wirkungen Ihrer Handlungen sind. Meine Herren! Stellen Sie sich doch einmal vor, wie sich das den Menschen darstellt. So sieben Jahre – wenn auch unter wechselnder Firma – regiert jetzt der Herr Bundeskanzler, und das Ergebnis dieser sieben Jahre, das sind diese 100 Toten. […]
5. Reichskonferenz des Republikanischen Schutzbundes,
15.-16. Oktober 1927 im Favoritner Arbeiterheim.
Interner Bericht (Auszüge)[3] :
Vertrauliche Sitzung. Referent Heinz. […] Am 14. Juli [1927] hielt die Z.L. [Zentralleitung] 11 Uhr abends eine Sitzung ab und ersuchte die Partei um Genehmigung zu einer Bereitschaftsanordnung, wurde verweigert. Um 9 Uhr vormittag den 15. erhielt die Z.L. vom Parteivorstand Alarmierungsbefehl, erklärte sich sofort in Permanenz, verlegte den Sitz ins Parlament. Die alarmierten Bezirksgruppen erhielten Weisung, sofort zum Rathaus marschieren und Stand bei Gen. Heinz zu melden. Die abmarschierenden Abteilungen auf Waffen untersuchen. […] Auf diese Weise standen bis 1 Uhr 2.400 Mann im Dienst. […] Auch soll festgestellt werden, daß viele Schutzbündler dem Alarmierungsbefehl nicht Folge leisteten, sondern weiter unter den Demonstranten blieben und gegen die im Dienst Stehenden Stellung nehmen. […] Nachdem mit der Polizeidirektion Vereinbarung getroffen worden war, daß Wache zurückgezogen wird und Schutzbund die Ordnung wieder herstellen wird, erteilte die Z.L. an die in und um das Rathaus verteilten Formationen den Befehl zur Säuberung. Während es der unter dem Kommando des Gen. Hendl [Heinrich Heindl, Bezirkskommandant des Alsergrunder Schutzbundes] stehenden Gruppe gelang, die Lichtenfelsgasse zu säubern und der Feuerwehr den Weg freizumachen, konnte die Hauptgruppe unter Führung des Gen. Pokorny das Gelände vor dem Justizpalast nicht räumen und die Brandlegung nicht verhindern. Es gelang jedoch einer Alsergrunder Kompagnie, ich halte es für meine Pflicht ihrer hier lobend zu gedenken, unter Führung des Gen. Kersch in den Justizpalast einzudringen und nach den Anweisungen des Gen. Kömer das Gebäude zu räumen und Plünderungen zu verhüten. Da die Situation sich immer mehr verschärfte, entschloß sich die Z.L. zu einem Generalangriff gegen die Demonstranten vor dem Justizpalast und zog die inzwischen frei gewordene Gruppe des Gen. Hendl und die inzwischen eingetroffene Abteil, der Hauptwerkstätte der Straßenbahn heran und unter persönlicher Führung Deutsch wurde der Angriff unternommen, der auch zum Ziel geführt hätte, wenn nicht in diesem Augenblick der Gewehrangriff der Polizei erfolgt wäre.
Julius Deutsch, rétrospectivement[4] :
Die Ereignisse des 15. Juli 1927 […] An diesem unglückseligen Tag hatte es sich gezeigt, daß Polizei und Gendarmerie wie in der dunkelsten Zeit der Habsburger gegen das Volk eingesetzt werden konnten. Ein unbedeutender Straßenkrawall war zum Anlaß genommen worden, um "einzuschreiten".
[1]. Daniel Karl Rosenbaum, Walter Schneider, Elisabeth Thury : Die Schreckenstage von Wien – Geschichte und Darstellung der Wiener Julirevolte 1927; Wiener Allgemeine Zeitungs- und Verlags-Aktiengesellschaft, 1927; S. 36.
[2]. Stenographische Protokolle über die Sitzungen des Nationalrates, III. Gesetzgebungsperiode; S. 147‑149.
http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=spe&datum=0005&page=523
[3]. Wolfgang Maderthaner (Hrsg.) : Archiv – Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Arbeiterbewegung, Jg. 3, 1987, S. 170.
[4]. Julius Deutsch : Alexander Eifler, ein Soldat der Freiheit; Wien, Wiener Volksbuchhandlung, 1947; S. 15.
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Le 7 mai 1919, un premier projet de traité a été remis aux six principaux représentants de la délégation allemande lors des négociations de paix de Versailles. Toutes les demandes de modification de la délégation allemande furent rejetées. Le 28 juin, les 26 puissances alliées et associées ainsi que l’Empire allemand signèrent le traité. Il entra en vigueur le 10 janvier 1920. Dans son article 231, le traité de Versailles attribuait au Reich allemand et à ses alliés la responsabilité exclusive du déclenchement de la 1re Guerre mondiale. Il prévoyait d’importantes cessions de territoires par l’Allemagne ou des occupations temporaires de territoires, l’internationalisation de fleuves allemands importants et le renoncement à toutes les colonies. Le Reich a ainsi perdu de manière permanente environ un septième de son ancien territoire et 10 % de sa population.
Le 10 septembre 1919, le chef de la délégation autrichienne, Karl Renner, dut signer le traité de paix avec 27 États à Saint-Germain-en-Laye, près de Paris. Le traité attribuait à l’Autriche et à ses alliés la responsabilité exclusive de la guerre. Il était interdit d’utiliser le nom d’Autriche allemande et le "Anschluss" à l’Allemagne était interdit, comme c’était déjà le cas dans le traité de Versailles. En outre, l’armée autrichienne fut limitée à 30.000 soldats professionnels et des paiements de réparation furent fixés pour réparer les dommages de guerre.
*
De nouvelles délimitations de frontières.
Dès 1918, une nouvelle entité étatique a vu le jour avec l’État des Slovènes, des Croates et des Serbes, mais seulement pour une courte période (du 29 octobre au 1er décembre 1918). La même année, le Royaume des Serbes, des Croates et des Slovènes[1] fut formé par fusion avec le Royaume de Serbie (rebaptisé Royaume de Yougoslavie en 1929). Ce royaume comprenait les anciens royaumes de Serbie et du Monténégro ainsi que les régions de Croatie-Slavonie, de Dalmatie, de Bosnie-Herzégovine, de Carniole et de Basse-Styrie, qui appartenaient auparavant à la monarchie des Habsbourg[2]. La frontière entre la Carinthie et cet État était encore disputée au début. Un référendum organisé en Carinthie le 10 octobre 1920 a confirmé l’appartenance à l’Autriche des territoires revendiqués par le Royaume des Serbes, des Croates et des Slovènes.
La République tchécoslovaque a été reconnue en droit international par les traités de Versailles, Saint-Germain-en-Laye et Trianon en 1919/1920. Avec environ 20 % de la superficie de l’ancienne monarchie, la Tchécoslovaquie était le plus grand des États successeurs.
Le nouvel État a été divisé en quatre pays : La Bohême avec pour capitale Prague, la Moravie et la Silésie avec pour capitale Brno, la Slovaquie avec pour capitale Bratislava et enfin l’Ukraine des Carpates avec pour capitale Oujhorod.
Sur le territoire de la partie autrichienne de la monarchie des Habsbourg, la Tchécoslovaquie s’est vu attribuer les pays historiques de Bohême et de Moravie ainsi qu’une grande partie de l’ancienne Silésie autrichienne – où des litiges territoriaux avec la Pologne ont éclaté à propos de la région de Teschen. Prague a également obtenu la cession de petits territoires de Basse-Autriche – il s’agissait de quelques communes autour de Feldsberg et d’une bande de terre à l’ouest de Gmünd – ainsi que de l’Allemagne (Hultschiner Ländchen). De la partie hongroise de l’empire, le République tchécoslovaque a intégré la Slovaquie et l’Ukraine des Carpates.
Avant 1918, environ 70 % des produits industriels de l’Autriche-Hongrie étaient fabriqués sur le seul territoire des Pays tchèques (sans la Slovaquie et l’Ukraine des Carpates).
La détermination des frontières de la Hongrie concernait également l’Autriche.
Jusqu’en 1918, la région de l’actuel Burgenland faisait partie de la partie hongroise de l’empire austro-hongrois. La population de cette région, composée principalement de paysans et de travailleurs migrants parlant allemand ou croate, était étroitement liée économiquement et socialement aux Länder voisins de Basse-Autriche et de Styrie. Le traité de paix de Saint-Germain-en-Laye du 10 septembre 1919 laissait entrevoir la remise à l’Autriche de la bande de territoire déjà officieusement appelée "Burgenland". Alors que la ratification de cette mesure était officiellement prévue pour le 28 aout 1921, des francs-tireurs hongrois tentèrent d’empêcher par la force des armes l’application de cette disposition. Après une médiation italienne, la Hongrie s’engagea le 13 octobre 1921 dans le "protocole de Venise" à céder le Burgenland. Un référendum sur Ödenburg (et 8 autres communes) en décembre 1921 s’est cependant soldé par une majorité en faveur du maintien dans le giron hongrois, ce qui a fait perdre Ödenburg au Burgenland, prévue comme capitale de ce Land. Au tournant de l’année 1921/1922, le Burgenland est devenu un "Land indépendant et égal en droits" de la République d’Autriche.
[1]. Serbo-croate : Kraljevina Srba, Hrvata i Slovenaca, serbe-cyrillique : Краљевина Срба, Хрвата и Словенаца, slovène : Kraljevina Srbov, Hrvatov in Slovencev, appelé familièrement Royaume SHS ou État SHS..
[2]. Le 4 juin 1920, le traité de Trianon a fixé les règles pour la Hongrie. Il stipulait que la Hongrie devait céder des parties de la Baranya ainsi que de la Batchka et du Banat ‑ la Voïvodine ‑ au Royaume des Serbes, des Croates et des Slovènes.
| Autriche 1918 – 1945 |
La 1er Guerre mondiale éclate le 28 juillet 1914.
François-Joseph, empereur d’Autriche et roi de Hongrie, meurt le 21 novembre 1916. Lui succède son petit-neveu, titré Charles Ier en Autriche et Charles IV en Hongrie.
Le 25 octobre, quelques personnalités de l’opposition politique, y compris des bourgeois radicaux et des sociaux-démocrates, forment un Conseil national dirigé par le comte Mihály Károlyi. Les 30-31 octobre survient une révolution bourgeoise à Budapest. Le commandant de la garnison de la capitale remet l’autorité au Conseil national. Un gouvernement est formé, approuvé par Joseph de Habsbourg, représentant du roi Charles.
L’État tchécoslovaque indépendant est proclamé à Prague le 28 octobre.
La guerre prend fin en novembre 1918. Au nom des "armées alliées" victorieuses (principalement les pays de la "Triple Entente" – France, Grande-Bretagne, Russie – et les USA), sont signés des armistices : celui de Salonique avec la Bulgarie (29 septembre), de Moudros avec la Turquie (30 octobre), de Padoue en Italie avec l’Autriche-Hongrie (3 novembre), de Rethondes (en forêt de Compiègne) avec l’Allemagne (11 novembre). Le 11 novembre également, le roi Charles abdique.
Le 13 novembre est signé la convention militaire de Belgrade avec la Hongrie. Elle fixe la ligne de démarcation du front sud. Dans le même temps ont lieu des négociations avec les représentants slovaques qui réclament la Haute-Hongrie, et avec les représentants roumains qui revendiquent la Transylvanie. Cependant en décembre, en lien avec des litiges concernant les frontières futures, les puissances de l’Entente autorisent les armées tchécoslovaques et roumaines à franchir les lignes de démarcation.
Le 16 novembre 1918 le roi Charles démissionne, la République de Hongrie est proclamée. Le 24 novembre se constitue le Parti communiste de Hongrie, avec à sa tête Béla Kun. Le 11 janvier 1919 Mihály Károlyi est proclamé président de la République démocratique hongroise avec Dénes Berinkey à la tête du gouvernement. Le 16 février est adopté la loi sur le partage des grandes propriétés terriennes, qui ordonne le partage des exploitations de plus de 150 hectares moyennant l’indemnisation des propriétaires.
La Conférence de paix réunie à Paris décide le 26 février 1919 de constituer une zone neutre à l’est de la Hongrie afin de séparer les troupes hongroises et roumaines. Cette zone comprend Debrecen, Békéscsaba, Hódmezővásárhely et Szeged, c’est-à-dire des villes entièrement hongroises. Le 20 mars le chef de la mission militaire de l’Entente remet à Karolyi une note exigeant un nouveau recul de 100 kilomètres de la ligne de démarcation. Le Premier ministre Berinkey démissionne. Károlyi hésite entre deux possibilités : un gouvernement de concentration et de résistance nationale ou un gouvernement social-démocrate s’appuyant sur les bolcheviques russes. Tandis que Károlyi hésite, les social-démocrates agissent. Le parti social-démocrate et le parti communiste fusionnent ce même jour. Ils proclamation la république des Conseils le lendemain, le 21 mars 1919.
Au long des mois d’avril-mai, les armées roumaines et tchécoslovaques avancent en Hongrie. Après quelques hésitations la conférence de paix autorise l’attaque de l’armée roumaine, qui commence le 16 avril. Grâce à la faiblesse de l’armée hongroise, les troupes roumaines occupent, en à peine quinze jours, toute la partie de la Hongrie au-delà de la Tisza. Le 26 avril, des formations tchèques franchissent la ligne de démarcation et occupent en quelques jours Munkács, Sátoraljaújhely et la majeure partie de la zone industrielle de Miskolc. Au même moment, les forces armées française et serbe occupent Makó et Hódmezővásárhely au sud du pays. Début mai, elles sont à 100 km de Budapest. Les Conseils ouvriers de la capitale décrètent la résistance et la mobilisation générale. Les travailleurs mobilisés réussissent à stopper l’offensive impérialiste et à repousser les troupes roumaines et tchèques.
Le 7 juin une note de la Conférence de paix ordonne l’arrêt des opérations de l’Armée de la République des conseils. Dans le camp des vainqueurs de la guerre, la Grande-Bretagne, les USA et l’Italie seraient prêts à entamer des pourparlers avec le gouvernement des conseils, mais la France refuse une telle démarche.
À Szeged, avec la complaisance des autorités militaires françaises d’occupation, un Gouvernement National est constitué dès le mois de juin 1919. Il dispose d’une petite force armée qualifiée d’Armée Nationale Hongroise (Magyar Nemzeti Hadsereg) et placée sous les ordres de l’ancien Commandant en Chef de la Marine Impériale et Royale, le contre-amiral Miklós Horthy. Le 15 juin 1919, Horthy prête serment comme ministre de la Guerre et chef de l’armée nationale au gouvernement contrerévolutionnaire du comte Károlyi à Szeged. Le 24 juin un soulèvement contrerévolutionnaire est déclenche à Budapest.
Le 13 avril 1919, à Vienne, un certain nombre d’hommes politiques hongrois avaient de leur côté constitué sous l’autorité du comte Istvan Bethlen un Comité anti-bolchevique, qui noue contact avec les autorités de Szeged, en même temps qu’il constitue sous la direction du colonel Anton Lehár une force armée massée le long de la frontière sud-occidentale de la Hongrie. Lehár place ses troupes sous les ordres de Horthy.
En réaction aux succès des forces de la République des conseils, la Conférence de paix fait connaitre à la Hongrie ses nouvelles frontières définitives avec la Roumanie et la Tchécoslovaquie. En même temps, elle lui ordonne de rendre les territoires occupés au nord, contre lesquels elle promet de rendre la région au-delà de la Tisza. Après un long débat, les dirigeants bolcheviques acceptent ce diktat. Le 30 juin, l’armée Rouge hongroise commence l’évacuation de la Haute-Hongrie. Malgré les promesses de la conférence de paix, l’armée roumaine ne quitte pas le pays au-delà de la Tisza. C’est pourquoi l’armée hongroise attaque à nouveau les forces roumaines. Mais l’offensive, commencée le 20 juillet, s’effondre en quelques jours. Le 30 juillet, les troupes roumaines traversèrent la Tisza dans la région de Szolnok. Ainsi le chemin vers la capitale est ouvert. Le gouvernement bolchevique démissionne le 1er aout. Il est remplacé par un gouvernement de transition dirigé par le socialiste modéré Peidl, qui, à son tour, est renversé le 6 aout par un coup d’État monarchiste. A la tête de ce nouveau gouvernement se trouve un partisan du Roi Charles, Etienne Friedrich, tandis que l’archiduc Joseph assume les fonctions de Chef provisoire de l’État. Ce cabinet, et les gouvernements de rencontre qui lui succèdent, sont impuissants et dépourvus d’autorité. La loi est, pour l’heure, celle de l’occupant. Le 9 aout Horthy soustrait le haut-commandement de l’armée à l’autorité du gouvernement de Budapest.
À mi-novembre 1919 les Alliés obtiennent le retrait des forces roumaines. Le 16 novembre Horthy avec ses troupes entre à Budapest. Un Parlement hongrois est élu en janvier 1920, il se prononce pour le rétablissement de la monarchie mais ne rappelle pas sur le trône l’ex-empereur Charles Ier – le roi Charles IV en Hongrie. Un nouveau gouvernement est formé, présidé par Karoly Huszar. Le 1er mars 1920 Horthy est élu régent.
Le 4 juin 1920 est signé le traité de Trianon qui ampute la Hongrie des deux tiers de son territoire d’avant 1914 et de la moitié de sa population.
D’après le recensement de 1910, le pays était peuplé d’un peu plus de 20 millions d’habitants. Les Hongrois représentaient à peu près la moitié de la population. Puis venaient les Roumains, 3 millions, ensuite les Croates, 2,5 millions, les Slovaques, 2 millions, les Allemands, 2 millions, et enfin les Serbes, 500 000, et les Ruthènes, 500 000.
Avec le traité de Trianon le pays passe de 283.000 à 93.000 kilomètres carré, et de 18 millions à 8 millions d’habitants. La Hongrie est reconnue comme État indépendant et souverain, mais le traité formalise la perte de la Voïvodine, de la Transylvanie, de la Haute-Hongrie, de la Croatie, du Burgenland. Trois millions de Magyars vivent désormais en dehors des frontières de la Hongrie. Un million et demi d’entre eux deviennent sujets roumains, un million citoyens d’une Tchécoslovaquie qui compte, au demeurant, plus d’Allemands que de Slovaques, un demi-million vit désormais sous le sceptre des Karageorgévitch au sein du nouveau royaume des Serbes, Croates et Slovènes.
Seules deux nationalités restent plus au moins loyales envers la Hongrie. Les Allemands, qui représentaient 10 % de la population globale, mais dont le lieu de résidence était dispersé à travers le pays. Et les Ruthènes, qui représentaient seulement 2,5 % de la population, mais qui formaient un bloc concentré dans les régions des Carpates du Nord-Est. À la fin de 1918 et au début de 1919, une large autonomie avait été octroyée à ces deux nationalités, prévoyant la décentralisation de larges pouvoirs législatifs et exécutifs, ainsi que l’obtention d’un ministère au gouvernement central.
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Autriche 1918 – 1945 |
Le texte de Béla Kun, "Les combats de février en Autriche et leurs enseignements", aborde le sujet sous une double perspective : d’une part, le récit du déroulement des évènements (faits et suppositions), d’autre part, l’analyse d’un point de vue marxiste-léniniste.
Le récit des évènements ‑ établi au mois de mars suivant ‑ est forcément approximatif et incomplet dans les circonstances données. Même si Kun avait été un témoin oculaire direct, il ne pouvait en être autrement. Des études rétrospectives ultérieures fournissent des informations et des considérations utiles qui aident à affiner l’évaluation.
Nous reproduisons ci-dessous quelques éléments intéressants en ce sens. Les sources utilisées sont, d’une part, Otto Bauer ‑ proche collaborateur du président du SDAP, Victor Adler ‑ et Julius Deutsch ‑ dirigeant du Republikanischer Schutzbund (Ligue républicaine de protection) ‑, et, d’autre part, un ouvrage de l’auteur Arnold Reisberg, publié par le Parti communiste autrichien (KPÖ)[1].
Linz, 11 et 12 février
Reisberg
Lettre de Richard Bernaschek, secrétaire du parti SDAP et dirigeant du Schutzbund de Haute-Autriche, à la direction du parti à Vienne [2]
Le dimanche après-midi (11 février), Bernaschek a envoyé une lettre à Vienne. Le conseiller municipal de Vienne, Alois Jalkotzy, se chargeait de le transmettre. Il était venu à Linz pour la fin de semaine en lien avec des raisons professionnelles et avait participé à une réunion de la direction du Schutzbund local. Il y avait tenté en vain de calmer les esprits agités et partait immédiatement pour Vienne.
Dans la lettre de Bernaschek, on pouvait lire entre autres :
"Je me suis entretenu ce matin avec cinq camarades consciencieux et dévoués au parti et j’ai pris avec eux, après une réflexion décidément mure, une décision irréversible. […] En application de cette décision, nous allons préparer cet après-midi et cette nuit toutes les armes dont nous disposons, et ce dans toute la Haute-Autriche, de manière à ce que les ouvriers encore décidés aujourd’hui à la résistance les aient immédiatement à portée de main. Si demain, lundi, une recherche d’armes est entamée dans une ville de Haute-Autriche ou si des hommes de confiance[3] du parti respectivement du Schutzbund sont arrêtés, une résistance par la force sera menée et, dans la continuité de cette résistance, nous passerons à l’attaque. […] Nous attendons que, suite à notre communication téléphonique à Vienne [avec le mot-clé prévu “la recherche d’armes a commencé”], tu donnes aux ouvriers viennois et à l’ensemble des ouvriers le signal de la riposte. […] Si les ouvriers viennois nous abandonnent, honte à eux. […]"
Lorsque Bernaschek demandait ce qu’il fallait faire si le comité directeur du parti social-démocrate refusait à nouveau d’appeler à la lutte, il a été décidé de "trancher aussi contre le comité directeur du parti".
Réponse d’Otto Bauer [4]
Otto Bauer n’a pu être joint qu’après minuit, alors qu’il rentrait avec sa femme d’un cinéma où il avait vu un film avec Greta Garbo. Il était horrifié par la lettre. Lundi 12 février, à deux heures du matin, le secrétariat social-démocrate de Haute-Autriche recevait à Linz à l’hôtel "Schiff" un message téléphonique [négligemment codé] de Vienne[5] : "Ernst et Otto gravement malades, report de l’entreprise".
Linz – Police et Militaire contre le Schutzbund [6]
Lorsque Bernaschek reçoit la réponse négative d’Otto Bauer, il ne peut se résoudre à prendre une décision, tiraillé qu’il est entre la discipline de parti qu’il s’impose depuis des années et sa prise de conscience du caractère néfaste de la politique social-démocrate menée jusqu’à présent. Il n’annule pas l’entreprise; ne donne plus de contre-ordre. Mais il ne donne pas non plus d’autres ordres pour défendre la maison du parti. Le service de garde prévue à cet effet est partie après minuit et ne doit revenir qu’à neuf heures du matin. Seuls 38 hommes, quelques sous-chefs du Schutzbund, des plantons et des messagers, sont assis et couchés sur les fauteuils et les tables. Après deux nuits blanches, Bernaschek s’accorde lui aussi à quatre heures dans son bureau une courte pause-sommeil d’une heure et demie, sans faire enlever les armes qui ont été transportées sur son ordre à l’étage supérieur et qui sont prêtes pour tirer.
Mais contrairement à ses attentes, une éventuelle opération de police ne commencerait qu’après le début des heures de bureau ‑ un transport d’armes pour le Schutzbund était encore organisé pour sept heures du matin ‑, un détachement de police composé de dix agents de garde et de dix agents de police judiciaire se présente devant l’hôtel "Schiff" avant sept heures du matin. Bernaschek est brusquement tiré de son sommeil par le garde posté à l’entrée. Après avoir jeté un coup d’oeil par la fenêtre vers la cour, il donne l’ordre aux membres du Schutzbund présents de se précipiter vers les armes. Cependant, ils doivent constater en jurant que les portes des chambres où se trouvent leurs armes sont verrouillées et que les clés ont été retirées. De précieuses minutes s’écoulent avant que quelqu’un puisse ouvrir la porte en fer de l’extérieur.
Mais Bernaschek ferme sa chambre à clé et prend le téléphone en position courbée, pour ne pas être vu par les policiers qui se trouvent déjà dans la cour de l’hôtel. Même à ce tout dernier moment, son éducation sociale-démocrate prend le dessus : il tente de convaincre le gouverneur chrétien-social de Haute-Autriche, Josef Schlegel, d’intervenir. Schlegel, qui avait dormi tranquillement, ne sait soi-disant rien, promet de se renseigner. Bernaschek n’a plus que le temps d’appeler la Chambre des travailleurs de Linz, où ‑ comme convenu ‑ des hommes de confiance attendent un éventuel appel d’alarme, pour donner par téléphone les mots d’ordre aussi aux instances les plus importantes : "Appeler immédiatement des secours! Déclarer la grève générale! Transmettre immédiatement à Vienne ! Transmettre à Steyr!"
Déjà la porte est enfoncée, Bernaschek ne tire pas sur les policiers qui font irruption, mais se rend et est emmené sous des coups de poing et de pied.
La police s’attaque alors aux membres du Schutzbund retranchés dans l’arrière-bâtiment. Mais cette fois, elle se heurte à une résistance armée.
Comme la police s’avère impuissante, une assistance militaire est demandée.
Vers 11h45, les courageux défenseurs se sont rendus, car leurs réserves de munitions s’épuisent. La police a été surprise de constater qu’ils n’étaient que 38, alors que, vu l’intensité du feu, elle s’attendait à ce qu’ils soient au moins une centaine.
La question de la grève générale, 12. Februar
Kun
Premier jour des combats (12. Februar)
Dès le début des combats, un rapport a été envoyé de Linz à la direction du parti social-démocrate. Les membres du Schutzbund de Linz demandaient la solidarité : Proclamation de la grève générale, puisque la situation dans laquelle, selon la décision du congrès extraordinaire du PS d’Autriche d’octobre 1933, la grève générale doit être déclarée, se soit produite.
"Attendre", telle fut la réponse.
Le comité directeur du parti social-démocrate envoyait à Dollfuß deux intermédiaires chrétiens-sociaux, qui devaient le prier de poursuivre les négociations.
Les comités d’entreprise des usines électriques et gazières de Vienne furent également informés directement de Linz du début des combats armés. Les ouvriers de ces usines se mettaient alors en grève.
À Linz, la grève générale avait déjà été déclarée spontanément avec une force élémentaire, à l’initiative des cheminots.
À Vienne, les employés des tramways et d’autres travailleurs municipaux se joignaient à la grève des travailleurs de l’électricité et du gaz entre 12 et 13 heures.
Les ouvriers attendaient l’appel à la grève générale, les membres du Schutzbund l’ordre au combat.
La direction de l’Union syndicale, par l’intermédiaire de ses organes, lançait alors le contre-mot d’ordre : "Attendre! Continuer le travail".
[…]
Deuxième jour des luttes (13 février)
À Vienne la grève politique de masse prévalait sous la forme d’une grève partielle, tandis que dans les centres provinciaux des grèves générales éclataient. Toutes les grèves étaient des mouvements spontanés. Dans de nombreuses usines, le personnel se trouvait sur le lieu de travail, mais ne travaillait pas. Les journaux bourgeois paraissaient.
[…]
Le soulèvement, qui a éclaté en deux jours dans presque tous les centres politiques et industriels importants du pays, n’a pas été précédée d’une grève générale. Le Parti communiste autrichien a appelé à la grève générale, mais les directions syndicales s’y sont opposées. La grève générale projetée est restée une grève partielle jusqu’à la fin. Là où les dirigeants syndicaux le pouvaient, ils ont demandé aux grévistes de reprendre le travail pendant la révolte. En Carinthie, il n’y a pas eu de combats armés du tout, de même dans le Vorarlberg.
Winfried R. Garscha [7]
Début février, Leopold Hornik a été chargé par la direction du Parti [le KPÖ] de rédiger, en collaboration avec le syndicaliste communiste de Basse-Autriche Franz Honner, un "appel à la grève générale" qu’il présentait le 7 février au secrétaire syndical social-démocrate Johann Schorsch ‑ comme proposition d’appel commun du SDAP, des syndicats libres et du KPÖ. L’appel ne contenait pas de revendications communistes, mais faisait référence à la destitution par le gouvernement Dollfuss d’administrations municipales social-démocrates démocratiquement élues, aux actes de violence des Heimwehren contre les institutions sociales-démocrates dans les Länder et à l’occupation par la police du siège du Parti social-démocrate à Wienzeile, et appelait à l’élection de directions de grève pour organiser la lutte défensive contre les attaques fascistes.
Schorsch répondit qu’il avait déjà plaidé à plusieurs reprises pour une grève, mais qu’il n’avait jamais obtenu gain de cause; de plus, à lui seul il n’avait pas de droit de décision. Le KPÖ complétait alors l’appel par une critique (plutôt douce par rapport aux formulations précédentes) de l’orientation de capitulation de la direction du parti et des syndicats social-démocrates et l’a diffusé en son nom propre dans les entreprises sous la forme d’un numéro spécial du "Rote Fahne" daté du 10 février 1934.
Reisberg [8]
La nouvelle des combats armés à Linz arrivait en quelques minutes à Vienne. Les ouvriers de Linz et de Vienne avaient toujours entretenu des liens étroits, et des réunions entre les hommes de confiance de Vienne et de Linz avaient eu lieu à plusieurs reprises au cours des dernières semaines. Il était donc naturel que les linzois informent immédiatement leurs camarades viennois de ce qui s’était passé et les engagent à faire preuve de solidarité. Effectivement, des arrêts de travail spontanés ont eu lieu dans certaines entreprises viennoises, notamment à Floridsdorf, le 21e arrondissement de Vienne, où l’émoi avait déjà été attisée par l’arrestation, la veille, de Stockhammer, président du comité d’entreprise des usines Fiat et commandant du Schutzbund. Dans d’autres grandes entreprises viennoises, les ouvriers voulaient également cesser spontanément le travail afin de provoquer la grève générale. On peut supposer que si cette intention avait abouti, les évènements qui ont suivi auraient pris une autre tournure.
Mais même dans ces moments décisifs, les conseils d’entreprise social-démocrates ont réussi, quoique avec beaucoup de difficultés, à retenir les ouvriers et à les inciter à attendre un mot d’ordre "d’en haut". Des délégations se sont rendues auprès du comité directeur du Parti social-démocrate et des directions syndicales pour obtenir des directives.
Le comité directeur du Parti social-démocrate n’était plus joignable. Après l’occupation de la maison du parti sur la Rechte Wienzeile le 8 février[9], un comité exécutif plus restreint avait été mis en place, habilité à prendre les décisions ultérieures sous sa propre responsabilité. En faisaient partie, outre Otto Bauer, aussi Johann Schorsch (président de la Commission syndicale autrichienne), Berthold König (secrétaire du syndicat des cheminots), Karl Weigl (secrétaire dirigeant de la Fédération des travailleurs du commerce, des transports et de la circulation), Stephan Huppert (président du syndicat des travailleurs de l’alimentation et des brasseurs de bière), Robert Danneberg (conseiller municipal de Vienne) et le responsable politique du Republikaner Schutzbund, Julius Deutsch. Ce dernier, pour se soustraire à l’arrestation attendue, avait déjà passé plusieurs nuits non pas dans son appartement, mais dans un hôtel. Le matin du 12 février, il appelait le responsable de la permanence du Schutzbund et apprenait qu’Otto Bauer avait convoqué la réunion pour 9 heures dans l’appartement de la sœur de Julius Deutsch dans la Gumpendorferstraße, comme convenu auparavant. Lorsque Deutsch y arrivait, Otto Bauer l’informa que, face au déclenchement des combats, l’exécutif avait décidé à une voix de majorité de déclarer la grève générale et de mobiliser le Schutzbund. Une direction de combat avait également été improvisée avec Otto Bauer et Julius Deutsch.
Lors de cette réunion, les dirigeants syndicaux Schorsch et Huppert s’étaient prononcés en faveur de la grève générale; König avait exprimé de sérieuses réserves, craignant que les cheminots ne se mettent pas en grève après leur défaite de l’année précédente[10]. L’ancien dirigeant du Schutzbund, le général Theodor Körner, estimait qu’un soulèvement du Schutzbund à ce moment-là n’avait aucune chance d’aboutir, et Julius Deutsch considérait qu’il n’était possible qu’en lien avec une grève générale réussie. Le dirigeant du parti social-démocrate de Basse-Autriche et représentant du gouverneur du Land, Oskar Helmer, s’était prononcé contre la lutte armée et pour des négociations avec les chrétiens-sociaux. La décision de déclencher la grève générale n’était pas volontaire. Les dirigeants du parti social-démocrate savaient que certaines entreprises de Floridsdorf étaient déjà entrées en grève, même sans leurs instructions. Ils savaient également que les ouvriers de la centrale électrique de Vienne étaient fermement décidés à cesser également le travail, ce qui serait le signal pour les membres du Schutzbund. C’est sous cette contrainte que la décision a été prise.
Otto Bauer et Julius Deutsch se rendaient à Favoriten, où la direction centrale des combats devait avoir son siège. Pas même il a été possible de faire passer le mot d’ordre de grève générale dans toutes les entreprises. Le secrétaire syndical Svitanic* a répondu pendant deux heures à toutes les demandes téléphoniques des entreprises qu’il n’était pas au courant d’un mot d’ordre de grève générale. De nombreux travailleurs n’ont été alertés que lorsque le courant électrique a été brusquement coupé dans toute la ville de Vienne à 11h46. Un groupe d’ouvriers déterminés, dirigé par Franz Schuster, employé des centrales électriques municipales, parvenaient à couper les installations après avoir surmonté les grandes difficultés mises sur leur chemin par la direction et quelques ingénieurs. Vienne se retrouvait ainsi sans lumière ni électricité.
Les lumières s’éteignaient dans toute Vienne, les horloges électriques s’arrêtaient dans toute la ville. Les tramways électriques s’arrêtaient là où ils se trouvaient, les conduites d’eau ne fonctionnaient plus. C’était le signal, déjà annoncé auparavant aux hommes de confiance, du début de la grève générale et de l’armement du Schutzbund. Mais même maintenant, beaucoup ne savaient pas s’il s’agissait d’une panne technique, d’un acte de sabotage ou du signal de combat convenu. Autre signe de l’étourderie de la direction social-démocrate : le "Manifeste au peuple autrichien", rédigé par le rédacteur social-démocrate Julius Braunthal à la demande d’Otto Bauer et appelant à la grève générale et à la résistance armée contre le coup d’État fasciste, n’a pas pu être imprimé. En effet, la grève des ouvriers de l’électricité a également mis à l’arrêt les machines de l’imprimerie prévue, mais on n’avait pas pensé à un équipement de remplacement.
*) Relatif à Alois Svitanic, secrétaire de l’Union syndicale autrichienne
Joseph Buttinger (alias Gustav Richter, membre de l’organisation "Revolutionäre Sozialisten" fondée après février 1934, dont il devint le président en 1935) mentionne ce point dans son livre "In the Twilight of Socialism" [11]
Schorsch [Friedl Schorsch] travaillait comme employé dans une grande banque viennoise. Il était délégué syndical et occupait des postes importants au sein de son syndicat et du parti. En outre, il était sousofficier dans le Schutzbund. Lorsque les tramways s’arrêtaient le 12 février, Schorsch appelait l’Association nationale des employés de banque pour s’assurer qu’une grève générale a été déclenchée, puis il se rendait directement de son travail au bureau central du syndicat. Il y trouva le président du syndicat, Allina, membre du Nationalrat [Heinrich Allina, SDAP, Mitglied der Gewerkschaftskommission], qui faisait les cent pas dans la pièce, un cigare à la main. "Je dois savoir ce que vous allez faire? C’est plutôt à toi de décider!" Allina hurle à son jeune collègue, qui a osé demander des instructions à son supérieur à ce moment critique. Schorsch quittait le syndicat en courant pour se rendre à la chambre du travail, et tombait directement dans les bras d’une vieille connaissance du mouvement de jeunesse Favoriten. Le secrétaire Svitanic de la centrale syndicale avait été informé le matin de la décision des dirigeants du parti, mais pendant deux heures, il avait répondu à toutes les demandes téléphoniques venant des usines qu’il ne savait rien d’un appel à la grève générale. Schorsch ne le savait pas, bien sûr, et ses questions véhémentes n’ont suscité qu’un balbutiement embarrassé de la part de Svitanic : "A la Chambre des Travailleurs, je ne suis pas une institution politique ‑ on ne peut pas attendre de moi que je…" Schorsch faisait demi-tour et sortait en trombe en criant par-dessus son épaule : "Non, tu n’es pas une institution politique, tu es un imbécile!"
Deutsch [12]
Lorsque le matin du 12 février 1934, c’était un lundi, les ouvriers de Vienne se rendaient dans leurs entreprises, des rumeurs nourries et affolants circulaient dans la ville. On se racontait que la veille, tous les chefs de district du republikanischer Schutzbund, dissout, avaient été arrêtés et que d’étendues recherches d’armes étaient en cours dans les districts prolétariens. Ces deux informations se sont avérées exactes.
Les ouvriers de quelques grandes entreprises voulaient alors cesser immédiatement le travail. Ce n’est qu’avec beaucoup de difficultés que les comités d’entreprise réussirent à dissuader les ouvriers de faire ce pas, et à empêcher dans un premier temps le déclenchement de la grève.
Mais alors que des négociations sur les évènements de Vienne étaient encore en cours, une nouvelle est soudain tombée, qui a fait l’effet d’une étincelle jetée dans un baril de poudre : "À Linz on tire!"
[…]
Les entreprises de Vienne ont cessé le travail les unes après les autres. L’éclairage et les tramways ne fonctionnaient plus, l’usine à gaz de la ville a également cessé de fonctionner, la grève générale était là. Les membres de l’ancienne Republikanischer Schutzbund se rassemblaient dans les lieux de rassemblement qui leur avaient été indiqués en cas de grève générale. Ils n’étaient pas encore armés. Ils restaient dans l’expectative, laissant la grève générale, mesure de lutte économique de la classe ouvrière, faire son effet, et attendaient. Une fois de plus, c’est le gouvernement qui a mis le feu aux poudres.
Direction du côté du parti
Kun
De même, en Tchécoslovaquie, le chef du Schutzbund, Julius Deutsch, faisait savoir au même correspondant de "Südost" : "Alors que le combat avait déjà commencé à Linz, les socialistes à Vienne essayaient encore de maintenir le calme".
[…]
Encore pendant le soulèvement, un dirigeant anonyme[13] de la social-démocratie autrichienne publiait dans l’"Internationale Information", le service d’information de la 2e Internationale, un article dans lequel on peut lire :
"Malgré cela (c’est-à-dire malgré l’état d’esprit des ouvriers, et du Schutzbund en particulier), la direction du parti s’en tenait encore maintenant à sa ligne. Il estimait nécessaire que les ouvriers attendent les résultats des négociations prévues pour le lundi 12 février entre le chancelier fédéral et les gouverneurs des Länder sur les revendications de la Heimwehr et qu’ils ne se mettent pas en mouvement tant que ne soit pas, éventuellement, survenu l’un des quatre cas dans lesquels, selon la décision du congrès, une lutte défensive pour la protection de l’ordre constitutionnel serait inévitable. Dimanche encore, des fonctionnaires de la direction du parti ont instruit dans ce sens les camarades qui rendaient compte de l’état d’esprit excité des ouvriers et les ont mis en garde contre toute riposte de leur propre chef".
Reisberg [14]
La direction social-démocrate mobilisa le Schutzbund, mais lui donna la consigne stricte de ne pas entreprendre d’actions offensives, de ne commencer le combat que là où il serait attaqué. Ainsi, tout combat mené par des sections du Schutzbund, ‑ aussi héroïque que soit la conduite déployée ‑, était voué à l’échec. Cette attitude hésitante était la preuve la plus évidente de la désunion dans les rangs des dirigeants du parti social-démocrate et du manque de confiance en la force des ouvriers qui les dominait tous. La grève générale et l’armement du Schutzbund n’avaient pas pour but d’abattre le fascisme autrichien, mais seulement de faire pression sur le gouvernement pour l’obliger à négocier. En outre l’autorisation donnée simultanément à différents dirigeants du parti de mener des négociations avec des dirigeants chrétiens-sociaux a eu un effet fatal sur l’issue des combats. Helmer [Oskar Helmer, député du Landtag de Basse-Autriche] se rendait à la Landhaus (conseil) de Basse-Autriche, à Vienne dans le district Innere Stadt, et prenait contact, avec son ami de conviction Heinrich Schneidmadl [Heinrich Schneidmadl, membre du gouvernement du Land de Basse-Autriche], avec le gouverneur chrétien-social Josef Reither. Ils lui proposaient de prendre la place de Dollfuß et de former un gouvernement de coalition avec Karl Renner comme vice-chancelier. Reither déclinait l’offre, mais se déclarait prêt à intervenir auprès de Dollfuß. Danneberg tenta également de négocier avec le ministre des Finances Karl Buresch (Parti chrétien-social). Ces efforts restèrent vains. Dollfuß n’était pas disponible. L’entreprise des négociateurs social-démocrates se termina lamentablement : ils ont tous été arrêtés à leur retour.
[…]
Ce n’est que progressivement que les membres du Schutzbund pouvaient être alertés. Ils se rendaient à leurs points de rassemblement où ils devaient être armés.
Deutsch [15]
Dans une situation tendue à l’extrême, où il était clair pour tout le monde que la moindre imprudence devait mener à la catastrophe, le gouvernement intervenait brutalement. Il faisait intervenir la police contre les grévistes.
Même maintenant encore, les députés social-démocrates ont tenté une médiation. Le gouverneur adjoint de Basse-Autriche, Oskar Helmer, s’adressait au gouverneur chrétien-social Josef Reither et le conjurait de faire une tentative de dernière heure en vue d’un règlement pacifique du conflit. Reither le faisait, il s’adressait personnellement au chancelier fédéral et au président fédéral. Mais l’obstination du gouvernement a fait échouer cette dernière tentative de sauvetage.
Strategie und Taktik
Kun
L’insurrection armée a éclaté contre la volonté des instances et de la direction de l’opposition "de gauche" de la social-démocratie, la social-démocratie n’a fait que lui donner l’empreinte qui pendant les combats sur le plan stratégique et tactique s’est révélée désastreuse, ‑ l’empreinte d’une défensive.
Reisberg [16]
Peu après midi, des détachements de l’armée fédérale sont sortis des casernes au pas de charge, ont occupé les ponts sur le canal du Danube et, environ une heure plus tard, en compagnie de policiers, ont barré le Innere Stadt avec des barbelés. Des mitrailleuses ont été mises en place, les ardes ont été renforcées aux carrefours. La circulation n’a pas été interrompue, mais le contrôle le plus stricte a été imposé à huit points d’accès maintenus ouverts. Des patrouilles armées sillonnaient la ville; la police, qui avait disparu des rues en un éclair après l’arrêt de la distribution d’électricité, revenait désormais dans les rues avec le casque d’acier, troquant la inoffensive matraque en caoutchouc contre la carabine. Jusqu’alors, le district Innere Stadt avec le siège des autorités fédérales et des principaux services gouvernementaux, était resté sans forces de défense suffisantes, exposé à toute attaque. Une offensive énergique des ouvriers à partir des districts extérieurs aurait créé une situation dangereuse pour le gouvernement. Même le rapport officieux du gouvernement l’admettait retrospectivement : "Les premières heures de l’après-midi représentent une certaine période de faiblesse qui s’étend jusqu’à 14h30 environ et qui n’est comblée qu’au moment où, à l’heure indiquée, les trois bataillons disposant de véhicules automobiles sont prêts à être utilisés dans la caserne de Roßau." [Der Februar-Aufruhr 1934 : Das Eingreifen des österreichischen Bundesheeres zu seiner Niederwerfung. Nur für den Dienstgebrauch. Im Auftrage des Bundesministeriums für Landesverteidigung als Manuskript gedruckt (Wien) 1935, S. 44/45.]
Cependant le Schutzbund, qui se rassemblait aux endroits prévus, avait, comme l’écrivait le chef du Republikanischer Schutzbund, Julius Deutsch, lui-même, "certes distribué les armes à ses membres, mais n’avait rien entrepris d’autre" (Julius Deutsch : Ein weiter Weg. Lebenserinnerungen, Wien 1960, p. 207), mais, lié par la directive fatale d’attendre l’attaque des troupes gouvernementales, il laissait à l’exécutif suffisamment de temps pour faire ses préparatifs, lui laissant l’initiative si décisive. Au lieu d’entreprendre l’offensive nécessaire et attendue sur le centre-ville, les divisions du Schutzbund, y compris pour autant qu’elles recevaient des armes de leurs commandants, attendaient dans les banlieues l’attaque de la police soutenue par les Heimwehren fascistes. Celle-ci encerclait systématiquement les foyers ouvriers, les cités et les complexes résidentiels de la commune de Vienne afin d’occuper les points où, selon ses informations et ses suppositions, les membres du Schutzbund devaient se rassembler pour recevoir des armes. Cependant, ici, les ouvriers sont dans un premier temps encore plus forts que leurs adversaires.
[1] Arnold Reisberg, Februar 1934 – Hintergründe und Folgen; Wien, Globus Verlag, 1974.
[2]. Reisberg, op. cit., p. 2.
[3]. À partir des années 1890, les syndicats en Autriche ont pu mettre en place un système de "Vertrauensmänner" ("hommes de confiance", agissant comme délégués du personnel) dans de nombreuses entreprises. Au cours de la première décennie du 20e siècle, la reconnaissance des hommes de confiance au sein des entreprises a pu être progressivement garantie par des conventions collectives.
[4]. Reisberg, op. cit., p. 1.
[5]. Des textes de teneur variée sont cités dans différentes présentations ; ici la présentation du destinataire R. Bernaschek dans son rapport "Die Tragödie der österreichischen Sozialdemokratie", rédigé quelques semaines après les évènements, fin avril 1934. Publié dans :
Autorenkollektiv (Romain Rolland,; Jean-Richard Bloch,; Richard Bernasek), Österreich – Brandherd Europas; Zürich, Universum–Bücherei, 1934.
[6]. Reisberg, op. cit., p. 4‑6.
[7]. Winfried Garscha/Hans Hautmann, Februar 1934 in Österreich; Berlin, Dietz Verlag, 1984; p. 109.
[8]. Reisberg, op. cit., p. 7‑9.
[9]. La date est erronée. Le 12 février 1934, la dissolution du parti social-démocrate a été déclarée et la maison du parti a été occupée.
[10]. Ende Februar 1933 fanden Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Bundesbahnendirektion über Lohnfragen statt. Im Zuge der Verhandlungen drohten die Gewerkschaften mit Streik, und am 1. März wurde zunächst ein Warnstreik zwischen 9 Uhr und 11 Uhr vormittags abgehalten. In den Nachtstunden vor Beginn des Streiks wies die Bundesregierung die Bundesbahn an, gegen streikende Eisenbahner die "Kaiserliche Verordnung vom 25. Juli 1914 über die Bestrafung der Störung des öffentlichen Dienstes oder eines öffentlichen Betriebes und der Verletzung eines Lieferbetriebs" anzuwenden. Die Nutzung einer kriegsrechtlichen Bestimmung aus der Mobilisierungsphase des 1. Weltkriegs nahmen die Sozialdemokraten zum Anlaß einer Sondersitzung des Nationalrats am 4. März. Drei Anträge wurden eingebracht, von den Sozialdemokraten, den Großdeutschen, und dem Abgeordneten Kunschak von den Christlich-Sozialen. Die Abstimmung führte zu prozeduralen Streitfragen. Der Bundeskanzler Engelbert Dollfuß wandte auf die Geschäftsordnung Bezug nehmende Vorwände an und erklärte, das Parlaments. habe "sich selbst aufgelöst".
[11]. Joseph Buttinger, In the Twilight of Socialism – A History of the Revolutionary Socialists of Austria; Praeger, 1953; p. 16 17.
[12]. Deutsch, op. cit., p. 26.
[14]. Reisberg, op. cit., p. 8‑9 und 10.
[15]. Deutsch, op. cit., p. 27‑28.
[16]. Reisberg, op. cit., p. 12‑13.